Gut geschriebener Roman über Veränderungen und den Lauf des Lebens

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meggie3 Avatar

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Als Elvira und Jobst auf der Rückfahrt ihres Urlaubs ein Pärchen mitnehmen, ahnen sie nicht, dass der Nachmittag noch lange nachhallen wird. Und nicht nur für Elvira beginnt eine aufregende Zeit, die sie und ihre Perspektive auf ihr Leben und ihre Familie verändert. Auch bei Elviras Schwägerin, ihrem Neffen, ihrer Nichte und ihrer Schwester passiert so einiges – zum Teil völlig unabhängig von den anderen, zum Teil auch nicht.

Die vermeintlich losen, sich abwechselnden Erzählstränge sind eine absolute Stärke des Romans. Ähnlich wie bei einem Sudoku werden erst einzelne Aspekte klar, bevor alles ineinandergreift. Ungewöhnlich war auch, dass ich keine Perspektive hatte, die mich weniger interessiert hat und bei deren Kapiteln ich nur schnell durchkommen wollte. Im Gegenteil – für mich waren die Geschichten und Charaktere sehr ähnlich gut aufgebaut. An einigen Stellen, insbesondere zum Ende hin, hätte ich mir vielleicht noch etwas mehr Tiefe gewünscht.

Sprachlich hat mich das Debüt von Birgit Bachmann aber zu 100 Prozent überzeugt, sodass ich mich sehr gut unterhalten gefühlt habe und trotzdem ab und zu innehalten und über einen Satz nachdenken konnte.
Ich habe mich immer wieder gefragt, was mir der Roman eigentlich sagen möchte. Jetzt mit etwas Abstand denke ich, dass es darum geht, dass Veränderung erstmal weh tun kann, aber vielleicht auch absolut notwendig und langfristig positiv ist.

Insgesamt habe ich den Roman gerne gelesen und würde sicherlich auch zu einem weiteren Buch der Autorin greifen. Ein schön geschriebenes Debüt über Veränderungen, die schmerzen können, aber auch zum Leben dazugehören.