Kurzweilige Familiengeschichte

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monika85 Avatar

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Mit ihrem Debütroman "Ein Samstag im August" hat die Autorin Birgit Bachmann einen Familienroman geschrieben, der in einer Kleinstadt in der norddeutschen Tiefebene spielt. 

Es ist ein Samstag im August, als Elvira und Jobst Wortmann sich auf der Heimreise aus ihrem Urlaub befinden und an einer Autobahnraststätte Arne und Liane begegnen. Die beiden haben eine Autopanne und sind erleichtert, als Jobst ihnen anbietet, sie zu Lianes Eltern zu fahren. Lianes Vater feiert seinen 60. Geburtstag, und es kommt zu einem Ereignis, das die Beziehung von Elvira und Jobst auf den Prüfstand stellen wird.

Der Roman ist aus der Perspektive von sieben Mitgliedern der Familie Wortmann erzählt. Neben Elvira und Jobst lernen wir Elviras 85-jährige Mutter Sigrid, ihre jüngere Schwester Mona und deren Tochter Frieda sowie ihre Schwägerin Kathi und deren Sohn Fiete kennen. Bis auf Fiete liegt der Fokus eindeutig auf den Frauen der Wortmanns, Elviras Bruder Milian spielt keine tragende Rolle.

In sich abwechselnden kurzen Kapiteln lernen wir die einzelnen Familienmitglieder und ihre persönlichen Probleme kennen. Elvira und Jobst sind seit fast 30 Jahren verheiratet, ihre Kinder sind schon lange erwachsen und leben nicht in ihrer Nähe. Sigrid lebt nach dem Tod ihres Ehemannes Heinrichs allein im Haus und ärgert sich ständig über ihren Nachbarn. Als sie ihrer jüngsten Tochter ein gut gehütetes Geheimnis offenbart, gerät deren Leben aus dem Gleichgewicht. Monas Tochter Frieda ist noch auf der Suche nach dem richtigen Weg und jobbt in einem Supermarkt, während Kathis 14-jähriger Sohn Fiete wegen zweier Mitschüler unter großem Druck steht und sich niemandem anvertraut.

Die Geschichte ist in schöner Sprache erzählt, sie ist spannend und liest sich sehr flüssig. Auch die Darstellung der Charaktere ist der Autorin gut gelungen. Sie widmet sich nicht nur familiären Problemen, Lebenslügen und Geheimnissen, sondern behandelt in ihrem Buch auch wichtige Themen wie Missbrauch und Mobbing. Die Handlung konnte mich allerdings leider nicht ganz überzeugen. So entwickelte sich die anfänglich problembehaftete Geschichte innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums zu einem etwas seichten und nicht in allen Punkten glaubhaften Wohlfühlroman.

Trotz meines Kritikpunkts habe ich den Roman gern gelesen und mich gut unterhalten gefühlt.