Nicht ist, wie es scheint

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lesolaf Avatar

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Sigrid, Mutter, Schwiegermutter und Großmutter, versucht, ihre kleine heile Welt regelmäßig staubfrei zu halten. Ein altes Foto löst eine Welle von Erkenntnissen, Geständnissen und Reaktionen aus. Plötzlich muss jede(r) in der Familie für sich erkennen, dass es Dinge gibt, die man verdrängen, aber nicht ausradieren kann. Die Ereignisse hängen zwar nicht alle miteinander zusammen, aber Birgit Bachmann schafft es, von Kapitel zu Kapitel – quasi wie beim Staffellauf – eine Person nach der anderen mit ihrem Leben, ihrer Fassade und ihren Gedanken und Erinnerungen vorzustellen. Viele in der Familie sind gezwungen, in sich zu gehen und ihre Situation neu zu bewerten. Manche erhalten dabei Hilfe von Personen, mit denen sie nicht gerechnet haben. Und je tiefer ich als Leser in den Roman eintauche, desto mehr verstehe ich, dass es doch Zusammenhänge gibt, die auf den ersten Blick nicht sichtbar waren. Und dass sich manche Probleme lösen lassen, wenn die richtigen Personen und Ereignisse aufeinander treffen. Am Ende schließen sich viele Kreise. Der Roman ist ein Buch, bei dem es darauf ankommt, jede Zeile bewusst zu lesen.