Hirnforschung trifft auf Alltag
Was für ein charmantes Konzept! Schon die Grundidee von "Ein Tag in unserem Gehirn" hat mich sofort neugierig gemacht, und die Leseprobe hat diese Neugier vollends bestätigt.
Eveline Crone gelingt hier etwas, das ich so noch nicht gelesen habe! Sie verwebt handfeste Hirnforschung mit den ganz normalen, kleinen Momenten eines Tagesund das so geschickt, dass man beim Lesen völlig vergisst, gerade ein Sachbuch vor sich zu haben. Die Bewohner der Bolstraat, allen voran Ashwin mit seinem Bootcamp-Vorsatz kurz vor dem 50. Geburtstag, Sophie mit ihrer seit Monaten unberührten Sporttasche und Marie, die nachts mit ihrem Baby Ben wach liegt, fühlen sich vom ersten Absatz an vertraut an. Genau diese Alltagsszenen kennt man doch selbst nur zu gut, und so wird die Wissenschaft nie abstrakt, sondern immer greifbar gemacht.
Wenn sie von ihrer eigenen "Liebe für das Gehirn" erzählt, die 1998 im Labor in Pittsburgh begann, merkt man sofort, dass hier keine trockene Lehrbuchautorin schreibt, sondern jemand, die brennt für das, was sie tut. Diese Begeisterung ist ansteckend!
Dass Bewegung über den BDNF-Stoff buchstäblich unser Gehirn geschmeidig hält, dass der kuriose "Homunculus" als Landkarte unserer Körperteile im Motorcortex sitzt, oder wie sich in nur neun Monaten aus zwei Zellen ein vollständiges Gehirn mit Furchen, Lappen und Milliarden Verbindungen entwickelt, all das wird so anschaulich und mit so viel Liebe zum Detail erklärt, dass ich als fachfremde Leserin nie das Gefühl hatte, überfordert zu sein. Die eingestreuten "Brain Facts" (Phantomschmerz, Donald Hebbs berühmter Spruch, wie viel wir eigentlich sitzen) sind zudem die perfekten kleinen Wissenshäppchen für zwischendurch.
Das Konzept, uns mit Eva Munniks Storytelling durch 24 Stunden und 24 Kapitel zu führen, von "06:00 Uhr Bootcamp" bis "05:00 Uhr ein neuer Tag", finde ich einfach genial gewählt. So wird aus einem Sachbuch fast eine Familiensaga, bei der ich schon jetzt wissen möchte, wie es Marie mit ihren beiden Kindern ergeht, ob Kenneth bei seiner Nachbarin landen kann und wie die Teenager der Bolstraat die Pubertät meistern.
Eveline Crone gelingt hier etwas, das ich so noch nicht gelesen habe! Sie verwebt handfeste Hirnforschung mit den ganz normalen, kleinen Momenten eines Tagesund das so geschickt, dass man beim Lesen völlig vergisst, gerade ein Sachbuch vor sich zu haben. Die Bewohner der Bolstraat, allen voran Ashwin mit seinem Bootcamp-Vorsatz kurz vor dem 50. Geburtstag, Sophie mit ihrer seit Monaten unberührten Sporttasche und Marie, die nachts mit ihrem Baby Ben wach liegt, fühlen sich vom ersten Absatz an vertraut an. Genau diese Alltagsszenen kennt man doch selbst nur zu gut, und so wird die Wissenschaft nie abstrakt, sondern immer greifbar gemacht.
Wenn sie von ihrer eigenen "Liebe für das Gehirn" erzählt, die 1998 im Labor in Pittsburgh begann, merkt man sofort, dass hier keine trockene Lehrbuchautorin schreibt, sondern jemand, die brennt für das, was sie tut. Diese Begeisterung ist ansteckend!
Dass Bewegung über den BDNF-Stoff buchstäblich unser Gehirn geschmeidig hält, dass der kuriose "Homunculus" als Landkarte unserer Körperteile im Motorcortex sitzt, oder wie sich in nur neun Monaten aus zwei Zellen ein vollständiges Gehirn mit Furchen, Lappen und Milliarden Verbindungen entwickelt, all das wird so anschaulich und mit so viel Liebe zum Detail erklärt, dass ich als fachfremde Leserin nie das Gefühl hatte, überfordert zu sein. Die eingestreuten "Brain Facts" (Phantomschmerz, Donald Hebbs berühmter Spruch, wie viel wir eigentlich sitzen) sind zudem die perfekten kleinen Wissenshäppchen für zwischendurch.
Das Konzept, uns mit Eva Munniks Storytelling durch 24 Stunden und 24 Kapitel zu führen, von "06:00 Uhr Bootcamp" bis "05:00 Uhr ein neuer Tag", finde ich einfach genial gewählt. So wird aus einem Sachbuch fast eine Familiensaga, bei der ich schon jetzt wissen möchte, wie es Marie mit ihren beiden Kindern ergeht, ob Kenneth bei seiner Nachbarin landen kann und wie die Teenager der Bolstraat die Pubertät meistern.