Ein unbeschreiblich tolles Buch!
Ein Tag in unserem Gehirn Autorin: Prof. Eveline Crone
Es hat mich sofort angesprochen, da ich medizinisch gebildet bin.
Ich dachte, ich lese ein Buch, doch in Wahrheit hat das Buch mich gelesen.
Prof. Evelin Crone nimmt dich nicht an die Hand. Sie öffnet dir den Schädel. Freundlich, fast beiläufig. Und sagt: Komm rein. Schau selbst.
Ja, ich habe es im OP schon gemacht, dachte ich mir und es war jedes Mal etwas ganz besonderes.
Ein Tag. Nur ein einziger Tag. Vom ersten, noch klebrigen Erwachen dieses "Wo bin ich, wer bin ich und warum klingelt etwas?". Dann bis zum letzten Flackern vorm Einschlafen, wenn das Gehirn anfängt, heimlich aufzuräumen.
Und dazwischen? Ein Massaker und ein Wunder gleichzeitig.
Sie erzählt, wie dein morgendlicher Cortisol-Schub dich aus dem Bett wirft wie ein ungeduldiger Liebhaber. Wie dein präfrontaler Cortex beim ersten Kaffee noch im Schlafanzug dasteht und versucht, Entscheidungen zu treffen, während die Amygdala schon wieder Drama macht wegen einer unbedachten WhatsApp-Nachricht.
Ich habe Seiten gelesen und musste lachen und fast weinen, weil ich mich so ertappt fühlte.
Warum vergesse ich den Schlüssel, aber erinnere mich an den Geruch des Klassenzimmers von 2004? Warum bin ich um 15 Uhr unbesiegbar und um 16:30 Uhr ein emotionales Wrack, das wegen einer Werbung weinen könnte? Crone erklärt es nicht trocken. Sie erklärt es liebevoll. Als würde sie sagen: Du bist nicht kaputt. Du bist nur verkabelt.
Das Geniale an diesem Buch: Es demystifiziert ohne zu entzaubern.
Ja, es sind Neurotransmitter. Ja, es ist Dopamin, Serotonin, dieses ewige chemische Ping-Pong. Aber bei Crone klingt das nicht nach Labor. Das klingt nach Orchester. Nach einer Stadt, die niemals schläft. Nach 86 Milliarden Bewohnern, die alle gleichzeitig schreien, flüstern, lieben und vergessen.
Mein Lieblingsmoment: Sie beschreibt die Nacht. Wie das Gehirn tagsüber so tut, als wäre es Chef, und nachts dann heimlich die Schubladen aufräumt, Erinnerungen sortiert, das Unwichtige wegwirft. Ich lag da und dachte: Mein Gott. Selbst wenn ich schlafe, arbeitet jemand für mich. Mein Gehirn liebt mich, auch wenn ich es den ganzen Tag mit Scrollen und Grübeln quäle.
Das Buch sollte jeder gelesen haben!
Es hat mich sofort angesprochen, da ich medizinisch gebildet bin.
Ich dachte, ich lese ein Buch, doch in Wahrheit hat das Buch mich gelesen.
Prof. Evelin Crone nimmt dich nicht an die Hand. Sie öffnet dir den Schädel. Freundlich, fast beiläufig. Und sagt: Komm rein. Schau selbst.
Ja, ich habe es im OP schon gemacht, dachte ich mir und es war jedes Mal etwas ganz besonderes.
Ein Tag. Nur ein einziger Tag. Vom ersten, noch klebrigen Erwachen dieses "Wo bin ich, wer bin ich und warum klingelt etwas?". Dann bis zum letzten Flackern vorm Einschlafen, wenn das Gehirn anfängt, heimlich aufzuräumen.
Und dazwischen? Ein Massaker und ein Wunder gleichzeitig.
Sie erzählt, wie dein morgendlicher Cortisol-Schub dich aus dem Bett wirft wie ein ungeduldiger Liebhaber. Wie dein präfrontaler Cortex beim ersten Kaffee noch im Schlafanzug dasteht und versucht, Entscheidungen zu treffen, während die Amygdala schon wieder Drama macht wegen einer unbedachten WhatsApp-Nachricht.
Ich habe Seiten gelesen und musste lachen und fast weinen, weil ich mich so ertappt fühlte.
Warum vergesse ich den Schlüssel, aber erinnere mich an den Geruch des Klassenzimmers von 2004? Warum bin ich um 15 Uhr unbesiegbar und um 16:30 Uhr ein emotionales Wrack, das wegen einer Werbung weinen könnte? Crone erklärt es nicht trocken. Sie erklärt es liebevoll. Als würde sie sagen: Du bist nicht kaputt. Du bist nur verkabelt.
Das Geniale an diesem Buch: Es demystifiziert ohne zu entzaubern.
Ja, es sind Neurotransmitter. Ja, es ist Dopamin, Serotonin, dieses ewige chemische Ping-Pong. Aber bei Crone klingt das nicht nach Labor. Das klingt nach Orchester. Nach einer Stadt, die niemals schläft. Nach 86 Milliarden Bewohnern, die alle gleichzeitig schreien, flüstern, lieben und vergessen.
Mein Lieblingsmoment: Sie beschreibt die Nacht. Wie das Gehirn tagsüber so tut, als wäre es Chef, und nachts dann heimlich die Schubladen aufräumt, Erinnerungen sortiert, das Unwichtige wegwirft. Ich lag da und dachte: Mein Gott. Selbst wenn ich schlafe, arbeitet jemand für mich. Mein Gehirn liebt mich, auch wenn ich es den ganzen Tag mit Scrollen und Grübeln quäle.
Das Buch sollte jeder gelesen haben!