Hochinteressant, wie die Gehirnspezialistin Wissen vermittelt
Das Handwerkliche / Das Buch als Werkstück
„Ein Tag in unserem Gehirn“ kommt als robuste, fadengeheftete Klappenbroschur. Die Heftfäden sind zu sehen, wenn man eine einzelne Lage in der Mitte aufschlägt, durch die Klebebindung bleibt das Buch allerdings nicht geöffnet liegen. Das Seitenlayout wirkt übersichtlich durch Gliederung, eine zweite Druckfarbe und Kapitelüberschriften in der rechten unteren Ecke.
Neben der anstrengend zu lesenden kleinen Schrifttype wirkt Hellrot als Schrift- und Hintergrundfarbe leider wenig kontrastreich, das gilt ebenso für die Papierfarbe der Wissensseite am Kapitelende.
Inhalt
Eveline Crone brennt seit ihrem Studienaufenthalt 1998 in den USA für das Thema Gehirnforschung, hat über Kinder und Jugendliche geforscht und ist in Deutschland mit „Das pubertierende Gehirn“ (978-3426302989) bekannt geworden. In ihrem neuen Sachbuch setzt sie auf einen lockeren Ton in Zusammenarbeit mit einer Texterin, die das Storytelling übernahm, anschauliche wissenschaftliche Illustrationen und den Alltag von 12 Beispiel-Personen, die in einer Straße wohnen. Vertreten sind alle Altersgruppen vom Baby bis zum Senior (3 Senioren, 2 Jugendliche, 5 Kinder und Babys, davon ein Zwillingspaar) und ein Elternpaar in einer Patchworkbeziehung. Durch diese Besetzung können zahlreiche Rollen, Beziehungen, Konflikte und Arbeitsvorgänge unseres Gehirns dargestellt werden. Die Beziehungsebene erleichtert die Einfühlung in die Personen und - bei mir - fördert sie das Verarbeiten und Merken neuer Inhalte. Themen sind neben Funktion und Entwicklung des Gehirns u. a. Krankheit und Verletzung, Emotionen, Liebe und Sex, Sucht, Kriminalität und Verhaltensabweichungen, Schlaf, Gedächtnis, Altern, Klimakterium.
Fazit
„Ein Tag in unserem Gehirn“ hat mir unerwart umfangreiches neues Wissen und neue Verknüpfungen geboten. Durch die Darstellung anhand konkreter Personen kann ich mir die neuen Sichtweisen erheblich besser merken als beim Lesen reinen Texts. Angenehm fand ich, dass Eveline Crone Wert darauf legt, ihre Erkenntnisse regelmäßig zu überprüfen. Wissenschaft bedeutet, Wissen mit anderen auszutauschen, zu aktualisieren und das Mosaik im eigenen Kopf neu anzuordnen.
Altersempfehlung
Bereits für Jugendliche geeignet, die sich vor einer großen Textmenge nicht scheuen.
„Ein Tag in unserem Gehirn“ kommt als robuste, fadengeheftete Klappenbroschur. Die Heftfäden sind zu sehen, wenn man eine einzelne Lage in der Mitte aufschlägt, durch die Klebebindung bleibt das Buch allerdings nicht geöffnet liegen. Das Seitenlayout wirkt übersichtlich durch Gliederung, eine zweite Druckfarbe und Kapitelüberschriften in der rechten unteren Ecke.
Neben der anstrengend zu lesenden kleinen Schrifttype wirkt Hellrot als Schrift- und Hintergrundfarbe leider wenig kontrastreich, das gilt ebenso für die Papierfarbe der Wissensseite am Kapitelende.
Inhalt
Eveline Crone brennt seit ihrem Studienaufenthalt 1998 in den USA für das Thema Gehirnforschung, hat über Kinder und Jugendliche geforscht und ist in Deutschland mit „Das pubertierende Gehirn“ (978-3426302989) bekannt geworden. In ihrem neuen Sachbuch setzt sie auf einen lockeren Ton in Zusammenarbeit mit einer Texterin, die das Storytelling übernahm, anschauliche wissenschaftliche Illustrationen und den Alltag von 12 Beispiel-Personen, die in einer Straße wohnen. Vertreten sind alle Altersgruppen vom Baby bis zum Senior (3 Senioren, 2 Jugendliche, 5 Kinder und Babys, davon ein Zwillingspaar) und ein Elternpaar in einer Patchworkbeziehung. Durch diese Besetzung können zahlreiche Rollen, Beziehungen, Konflikte und Arbeitsvorgänge unseres Gehirns dargestellt werden. Die Beziehungsebene erleichtert die Einfühlung in die Personen und - bei mir - fördert sie das Verarbeiten und Merken neuer Inhalte. Themen sind neben Funktion und Entwicklung des Gehirns u. a. Krankheit und Verletzung, Emotionen, Liebe und Sex, Sucht, Kriminalität und Verhaltensabweichungen, Schlaf, Gedächtnis, Altern, Klimakterium.
Fazit
„Ein Tag in unserem Gehirn“ hat mir unerwart umfangreiches neues Wissen und neue Verknüpfungen geboten. Durch die Darstellung anhand konkreter Personen kann ich mir die neuen Sichtweisen erheblich besser merken als beim Lesen reinen Texts. Angenehm fand ich, dass Eveline Crone Wert darauf legt, ihre Erkenntnisse regelmäßig zu überprüfen. Wissenschaft bedeutet, Wissen mit anderen auszutauschen, zu aktualisieren und das Mosaik im eigenen Kopf neu anzuordnen.
Altersempfehlung
Bereits für Jugendliche geeignet, die sich vor einer großen Textmenge nicht scheuen.