Ein unglaublich zäher Einstieg

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Worum geht’s?
Als im Jahr 2022 ein Juwelier in der Genfer Innenstadt überfallen und ausgeraubt wird, ahnt noch niemand, wer hinter diesem Verbrechen steckt. Gleichzeitig versuchen sich zwei Familien in einem Genfer Vorort davon zu überzeugen, dass ihre festgefahrenen Routinen keine Gefahr für ein glückliches Familienleben sind – bis alles zu explodieren und zu zerfallen droht.


Meine Meinung:
Bei diesem Buch bin ich wirklich von mir selbst überrascht, dass ich es überhaupt über den Einstieg hinweg geschafft habe, da ich mich zu Beginn der Geschichte wirklich gequält habe und selbst beim Hörbuch ewig lange gebraucht habe, um überhaupt über die ersten fünfzig Seiten hinaus zu kommen.

Die Bücher von Joël Dicker mag ich eigentlich immer sehr gerne, von daher war das tatsächlich eine Überraschung, mit der ich überhaupt nicht gerechnet hätte. Mit der Zeit wurde das zwar glücklicherweise etwas besser, wirklich motiviert war ich allerdings nicht, das Buch auch tatsächlich zu beenden.

Ganz spannend gemacht fand ich die Hinführung zu dem Überfall, der als Inspiration zu dieser Geschichte gedient hat und mich an der Handlung tatsächlich auch am meisten interessiert hat. Mit den Figuren konnte ich dagegen leider nur recht wenig anfangen, insbesondere weil mir häufig Mehrdimensionalität und Tiefe gefehlt haben. Darüber hinaus wurde hier teils ordentlich in die Klischeeschublade gegriffen, was in der Theorie ein interessantes Stilmittel hätte sein können, mich in der Praxis aber leider kaum angesprochen und eher gelangweilt hat.

Wirklich umgehauen hat mich diese Geschichte insgesamt leider nicht, auch wenn ich normalerweise ein großer Fan des Autors bin. In gewisser Weise lohnt es sich zwar trotzdem, bis zum Ende durchzuhalten, wäre dies allerdings mein erstes Buch des Autors gewesen, würde ich jetzt vermutlich kein weiteres von ihm lesen wollen.


Fazit:
Von diesem Autor habe ich leider schon deutlich bessere Bücher gelesen, weshalb ich es sehr schade fand, dass ich mich mit diesem von Beginn an nicht wirklich anfreunden konnte. Die realen Bezüge waren dabei zwar grundsätzlich spannend, die Umsetzung konnte das in meinen Augen aber leider nicht auf die Seiten transportieren und mein Interesse somit kaum fesseln.

Dafür gibt es noch knappe drei Bücherstapel.