Britischer Krimi mit Suchtpotenzial

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern
schnukilein1904 Avatar

Von

Schon nach den ersten Seiten wusste ich: Dieses Buch ist genau die Art von Krimi, die ich liebe. Britische Ermittler, eine ländliche Atmosphäre, ein rätselhafter Todesfall und Figuren mit Ecken und Kanten – mehr brauche ich eigentlich nicht.

Besonders neugierig gemacht hat mich Detective Sergeant Smith. Er wirkt erfahren, eigenwillig und alles andere als geschniegelt. Genau solche Ermittler machen für mich einen guten Krimi aus. Schon in den ersten Kapiteln merkt man, dass er sich nicht mit einfachen Antworten zufriedengibt und auch scheinbar offensichtliche Fälle noch einmal hinterfragt.

Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Ruhig, präzise und trotzdem spannend. Die Geschichte startet mit dem vermeintlichen Unfalltod des jungen Wayne Fletcher, doch schnell entstehen erste Zweifel. War es wirklich nur ein tragischer Badeunfall? Oder steckt mehr dahinter? Genau diese kleinen Ungereimtheiten haben mich sofort gepackt.

Besonders spannend finde ich, wie Smith und sein junger Kollege anfangen, Fragen zu stellen, die zuvor niemand gestellt hat. Die seltsame Kopfverletzung, die Fundstelle der Leiche und die Aussagen der Jugendlichen ergeben zwar ein Bild, aber irgendwie passt noch nicht alles zusammen. Dieses Gefühl, dass unter der Oberfläche etwas verborgen liegt, zieht sich durch die gesamte Leseprobe.

Als große Liebhaberin englischer und schottischer Krimis freue ich mich immer über Ermittler, die mit Verstand statt Action arbeiten. Genau danach sieht es hier aus. Ich erwarte einen atmosphärischen Kriminalfall mit cleveren Ermittlungen, überraschenden Wendungen und einer Hauptfigur, die man gerne über viele weitere Bände begleitet.

Nach dieser Leseprobe möchte ich unbedingt wissen, ob Wayne wirklich ertrunken ist oder ob sein Tod doch kein Unfall war. Für mich hat die Geschichte alles, was ein richtig guter britischer Krimi braucht.