"Echte" Ermittlungsarbeit

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95lisa Avatar

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"Ein unglücklicher Tod" ist ein Krimi, der nicht dem klassischen "Who's done it" folgt. DC Smith, ein erfahrener Ermittler - um nicht sogar alter Haudegen zusagen, soll einen vermeintlichen Unfalltod zu den Akten legen. DC Smith selbst ist nüchtern, den Umgang mit technischen Neuerungen überlässt er gerne anderen. Gerade im Zusammenspiel mit dem wesentlich jüngeren Waters blitzt jedoch immer wieder auch eine feine Ironie bei Smith durch, was ihn sehr sympathisch wirken lässt. Außerdem entdecken die LeserInnen ähnlich wie Waters im Verlauf immer neue Seiten an DC Smith. Der Roman folgt bis auf wenige Ausnahmen einer der beiden Perspektiven, die übrigen Kapitel fallen jedoch nicht aus der Reihe. Der Schreibstil ist flüssig und Dialog-reich. Man kann sich die Handlung auch sehr gut als verfilmten Krimi vorstellen. Die Hierarchie der Abteilung, die Suche nach dem vermissten Teenager, Spurensicherung und die Gerichtsmedizin, das alles wirkt sehr gut recherchiert und lässt den LeserInnen den "Alltag" von DC Smith respektive die Polizeiarbeit glaubwürdig erscheinen.
Fans realistischer Krimis kommen hier ganz auf ihre Kosten. Wer jedoch etwas lockeres oder gar humoristisches sucht, ist hier fehl.