Ein angenehm altmodischer Krimi

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takabayashi Avatar

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D.C. Smith ist ein älterer Polizeibeamter, den seine Chefs am liebsten in den Ruhestand schicken würden, da er ein unbequemer Mitarbeiter ist, der aber trotzdem immer noch der beste Ermittler der Dienststelle ist. Smith ist nach einer internen Ermittlung wieder zum regulären Dienst erschienen und er bekommt einen Fall zugewiesen, der eigentlich kein Mordfall ist und als Unfall zu den Akten gelegt werden sollte. Mit dem einzuarbeitenden, aber vielversprechenden Neuling Chris Waters an seiner Seite, macht er sich an die Ermittlungsarbeit. Er ist ein altmodischer Polizeibeamter, der viele der modernen Veränderungen am Arbeitsplatz nicht begreift oder nicht akzeptiert, der aber sehr erfolgreich arbeitet und auch für seine Arbeit brennt. Und er hat auch diverse Fans unter seinen Kollegen. Eine etwas kantige, aber durchaus sympathische Hauptfigur.
Die beiden verbeißen sich in den Fall, erkennen gewisse Ungereimtheiten, treten einigen einflussreichen Persönlichkeiten auf die Füße, was bei der Polizeiführung gar nicht gut ankommt. Dadurch bekommen ihre Ermittlungen auch eine politische Dimension. Zum Glück ist Smith' unmittelbare Vorgesetzte auf seiner Seite und verschafft den beiden immer wieder etwas Handlungsspielraum. Obwohl sie anfänglich nur sehr langsam vorankommen und keine vor Gericht verwertbaren Beweise finden, lassen sie sich nicht entmutigen und bleiben hartnäckig am Ball. Die beiden bilden ein sich wunderbar ergänzendes Duo: Smith bringt seine Ausdauer, seine jahrelange Erfahrung und seine Menschenkenntnis zum Einsatz, Waters seinen gesunden Menschenverstand und seine Computerkenntnisse. Beide verstehen sich auch immer besser und beginnen sich gegenseitig zu schätzen.
Es geht hier nicht um Nervenkitzel und Action, nicht um psychotische Serienmörder oder Ähnliches, sondern um die alltägliche Polizeiarbeit, die für eine spannende Lektüre sorgt. Wir lernen auch den Privatmenschen Smith allmählich immer besser kennen. Er verfügt auch über einen trockenen britischen Humor, der sich vor allem in Frotzeleien mit den Kollegen zeigt. Diesen Humor hat er natürlich seinem Autor zu verdanken, der diesen Fall mitreißend beschreibt. Im Gegensatz zu vielen anderen Krimis wirkt dieser sehr realistisch und authentisch. Das Buch las sich so fesselnd, dass ich es in Rekordzeit durchgelesen habe. Ich freue mich schon auf den nächsten Band und kann diesen Krimi uneingeschränkt empfehlen.