Ein würdiger Nachfolger für Inspektor Morse
„Ein unglücklicher Tod“ ist der Auftaktband der ursprünglich im Eigenverlag veröffentlichten, mittlerweile 17-bändigen Reihe mit DC Smith. Smith ist ein sympathischer Protagonist, ein gewitzter Ermittler mit Vergangenheit, ein Dinosaurier, der in seinem Berufs- und Privatleben nicht nur Erfolge sondern auch Niederlagen zu verbuchen hat. Verortet ist die Reihe in Norfolk, East Anglia, was der Autor aber nicht zum Anlass nimmt, die Story mit ellenlangen Landschaftsbeschreibungen aufzublähen. Ganz im Gegenteil.
Grainger legt seinen Fokus zum einen auf die akribische Ermittlungsarbeit, zum anderen auf die Beschreibung des Protagonisten, sein zwischenmenschliches Agieren und den moralischen Kompass, der Smith während seiner beruflichen Laufbahn weniger Applaus als vielmehr misstrauische Blicke der Kollegen und Vorgesetzten, samt einer beruflichen Degradierung (die ihn aber weiter nicht kratzt) eingebracht hat.
So auch im Todesfall des ertrunkenen Teenagers, mit dem er beauftragt wird. Eigentlich nur eine Überprüfung, Routine, aber dann entdeckt Smith einen ungewöhnlichen Abdruck auf der Leiche. Gemeinsam mit Watts, einem Anfänger, (Sohn eines ehemaligen von ihm sehr geschätzten Kollegen), der ihn unterstützen soll, beginnt er zu ermitteln. Eine Erkenntnis reiht sich an die nächste, und schließlich landen sie bei einem Verbrechen, das während des bosnischen Genozids begangen wurde und dessen Auswirkungen bis in die Gegenwart reichen.
Ein sympathischer Protagonist mit Ecken und Kanten, ein klassischer, englischer Polizeiroman, der sich auf die Ermittlungsarbeit konzentriert, die moralischen Konsequenzen, die ein Verbrechen nach sich zieht, betrachtet und auf schmückendes Beiwerk weitestgehend verzichtet.
Kennt und schätzt ihr die Inspektor Morse Romane von Colin Dexter? Dann solltet ihr unbedingt zu Peter Graingers DC Smith Krimis greifen. Nachdrückliche Empfehlung meinerseits!
Grainger legt seinen Fokus zum einen auf die akribische Ermittlungsarbeit, zum anderen auf die Beschreibung des Protagonisten, sein zwischenmenschliches Agieren und den moralischen Kompass, der Smith während seiner beruflichen Laufbahn weniger Applaus als vielmehr misstrauische Blicke der Kollegen und Vorgesetzten, samt einer beruflichen Degradierung (die ihn aber weiter nicht kratzt) eingebracht hat.
So auch im Todesfall des ertrunkenen Teenagers, mit dem er beauftragt wird. Eigentlich nur eine Überprüfung, Routine, aber dann entdeckt Smith einen ungewöhnlichen Abdruck auf der Leiche. Gemeinsam mit Watts, einem Anfänger, (Sohn eines ehemaligen von ihm sehr geschätzten Kollegen), der ihn unterstützen soll, beginnt er zu ermitteln. Eine Erkenntnis reiht sich an die nächste, und schließlich landen sie bei einem Verbrechen, das während des bosnischen Genozids begangen wurde und dessen Auswirkungen bis in die Gegenwart reichen.
Ein sympathischer Protagonist mit Ecken und Kanten, ein klassischer, englischer Polizeiroman, der sich auf die Ermittlungsarbeit konzentriert, die moralischen Konsequenzen, die ein Verbrechen nach sich zieht, betrachtet und auf schmückendes Beiwerk weitestgehend verzichtet.
Kennt und schätzt ihr die Inspektor Morse Romane von Colin Dexter? Dann solltet ihr unbedingt zu Peter Graingers DC Smith Krimis greifen. Nachdrückliche Empfehlung meinerseits!