Eine menschliche Ermittlung

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tochteralice Avatar

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Mit David Smith begegnet uns in diesem Fall ein ausgesprochen ungewöhnlicher Ermittler, schon über sechzig. Einige seiner Vorgesetzten und Kollegen wären froh, wenn er sich endlich in den Ruhestand begeben würde, denn sie empfinden ihn als ausgesprochen unbequem.

Über den Fall - das überhaupt nicht nachvollziehbare Ertrinken eines Jugendlichen in einem Fluss - erfahren wir alles, über das Drumherum wird oft nur in Andeutungen berichtet, was ich sehr schade finde, denn alle Inhalte, die in diesem Krimi "verwurstet" werden, sind sehr ungewöhnlich und interessant, auch in Bezug auf den Zusammenhang zueinander.

Ich kann mir das nur damit erklären, dass dies der Start in eine Serie ist und dem werten Leser das gesamte Tableau des Setting erst häppchenweise dargelegt werden soll, damit die Spannung erhalten bleiben soll.

Ja, die Spannung! Aus meiner Sicht fehlt sie nicht, verteilt sich aber auf höchst ungewöhnliche Art und Weise auf die gesamte Darstellung. David Smith ist seinen Kollegen häufig und auf unterschiedliche Art sehr suspekt, mir war er das stellenweise auch. Aber nach vollendeter Lektüre blicke ich mit großem Respekt auf den Autor: man muss es ja nicht so machen, wie es üblich ist, sondern kann seinen eigenen Weg gehen. Das ist Peter Grainger hier aufs Trefflichste gelungen!