Eine neu entdeckte Serie

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Der Tod des 17-jährigen Wayne Fletcher beim Schwimmen im Fluss schien ein Unfall gewesen zu sein. Doch außer der Tatsache, dass Wayne ein gut trainierter Sportler und Schwimmer war, hätte der Stil misstrauisch machen müssen, in dem „DC“ Smith dieser Fall übertragen wird. Nach internen Ermittlungen gegen Smith soll der wie ein Routinefall wirkende Tod des jungen Mannes ihn offenbar dienstlich degradieren und evtl. nötigen, in Rente zu gehen. Dass Smith als einziger Assistent der junge Christopher Waters, Sohn eines Polizeikollegen, auf dessen ausdrücklichen Wunsch zur Seite gestellt wird, sollte ebenfalls misstrauisch machen. Wayne Fletcher war tot im Uferbereich gefunden worden, fern jeder Strömung und ein Unbekannter war zuvor auf dem Fluss in einem auffälligen, aus Holz gebauten Kanadier mit Stechpaddel und unterwegs in flottem Tempo beobachtet worden. In einem Arbeitsklima, in dem Polizeivertreter auf öffentliche Kritik nur noch gebetsmühlenartig antworten „Schreiben Sie bitte unbedingt an Ihren Abgeordneten“, recherchiert der erfahrene Ermittler gemeinsam mit dem Berufsanfänger, der sich als unentbehrlicher Sidekick zeigt. Für Smith dient ein Telefon allein zum Telefonieren, Waters wird andere Saiten aufziehen. Eine Spur, die die Kollegin Reeve zwar in den Akten notierte, die jedoch nicht verfolgt wurde, führt Smith und Waters in das herrschaftliche Anwesen „Manley Park“, das direkt am öffentlichen Wanderweg liegt, der am Fluss entlang führt. Smith demonstriert hier, dass mit einem Ermittler, der zuvor als Soldat im Auslandseinsatz „gedient“ hat, nicht zu spaßen ist und dass auch Peter Graingers Leser:innen ihn nicht unterschätzen sollten.

Fazit
Peter Graingers durch viele Personen komplexer Einstiegsband wartet mit einem Fall auf, der mich zuerst durch den Fundort des Toten am Fluss interessiert hat und anschließend mit seiner stufenweisen Entwicklung zum ganz großen Fall fesseln konnte. Die Zusammenarbeit von Alt und Jung, Smith‘ routinierte Vernehmungstaktik und nicht zuletzt meine Zweifel an Christopher Waters lieferten spannende Lektüre, die die Frage aufwirft, warum Grainger in Deutschland nicht längst bekannter ist.

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Die Serie: 17 Bände, Band 1 erschein zuerst 2013 im Selfpublishing