Hätte mehr Potenzial gehabt...

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leseratte_vorablesen Avatar

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"Ein unglücklicher Tod - Ein Fall für DC Smith" ist der Auftaktband einer neuen Krimiserie, in deren Mittelpunkt der britische Kriminalbeamte DC Smith steht.
Ich war überrascht, dass als ich herausgefunden hatte, dass es sich um den ersten Band der Reihe handelt, den der Einstieg und die ständigen Anspielungen auf eine Vorgeschichte und auch auf Vorgänge im Privatleben von DC Smith ließen mich vermuten, dass dies der dritte oder vierte Band sei. Ich konnte der Geschichte auch so folgen, hätte aber eine Auflösung der Anspielungen auf die berufliche und private Vergangenheit erwartet, wenn es nicht Gegenstand eines Vorgängerbandes ist. Was mich auch etwas genervt hatte, waren die Abkürzungen für die verschiedenen Dienstgrade bei der britischen Polizei und für die verschiedenen Behörden. So muss man als Leser ständig überlegen, ob der Protagonist gerade einem gleichgestellten Kollegen oder einem Vorgesetzten auf die Füße tritt. Die Figur des DC Smith hat mir mit seinem einerseits konservativen, andererseits auch unorthodoxen Vorgehen gut gefallen. Auch die Art und Weise, wie er den ihm zugewiesenen Berufsanfänger unter die Fittiche nimmt. Der Kriminalfall an sich war letztlich etwas enttäuschend. Von der akribischen und erfinderischen Ermittlungsweise abgesehen, war das Ganze etwas "blutleer" , quasi leider zur falschen Zeit am falschen Ort , dem hochpolitisch aufgebauschten Geschehen geht plötzlich die Luft aus. Schade, da wäre mehr drin gewesen...