Klassische, britische, unaufgeregte Polizeiermittlungen

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DC Smith ist wahrlich ein Polizeiveteran, immerhin arbeitet er nun schon dreißig Jahre bei der Polizei in Norfolk. Nach einem internen Ermittlungsverfahren zu seinem letzten Fall, soll er nun aber in den Ruhestand geschickt werden. Doch der Wittwer, der für seinen Beruf lebt, möchte weiter seinen Dienst versehen und bekommt nun einen Routinefall zugeteilt. Ein Siebzehnjähriger – Wayne Flatcher wurde im Fluss ertrunken gefunden, nach einer Partynacht mit Freunden. Smith soll den Fall prüfen und zur Unterstützung wird ihm dabei ein Neuling namens Waters zur Seite gestellt. War es nun wirklich ein Unfall oder steckt mehr dahinter.

Der Klappentext redet von einem Kriminalroman, wohin gegen das Cover allein nur einen Roman ausweist. Ich würde das Buch in die Kategorie Polizeiroman bzw. Detektivroman einordnen. Im Gegensatz zu manchen anderen Krimis der jetzigen Zeit, liegt hier der Fokus auf ruhige und klare Ermittlungen und gekonnte Kombinationsgabe. Große Action und spannungsgeladene Verfolgungen wird man hier nicht finden. Man lernt Polizeiarbeit kennen, und sieht, wie schwierig es ist aus vielen Informationen die wichtigsten herauszufiltern.

Das Ermittlungsgespann Smith und Waters funktioniert in meinen Augen gut. Ein älterer, erfahrene Polizist, der auch etwas kauzig ist und sich nicht immer streng an Vorschriften hält, trifft auf einen Jungspund. Doch jener ist ebenso mit scharfem Verstand gesegnet und scheut auch nicht so manche Idee von Smith zu kritisieren. Gleichzeitig sorgt Waters dafür, dass sich der Dinosaurier Smith sich besser in der modernen Polizeiarbeit zurechtfindet.

Der Schreibstil ist klar, unaufgeregt und flüssig und sorgt dafür, dass man dem Roman gut folgen kann. Der typische britische Humor wird gekonnt eingeworfen, und so habe ich die Dialoge umso mehr genossen. Abgerundet wird das ganze noch von einer schönen Beschreibung des Lake Distrikts.

Ich freue mich definitiv schon auf die nächsten Bände auch da beide Ermittler noch viel Potenzial haben und so manche Frage zum persönlichen Hintergrund noch offenblieb.