Was geschah hinter der Biegung des Flusses?

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swansea Avatar

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Der britische Autor Peter Grainger hat mit "Ein unglücklicher Tod" eine neue Krimireihe gestartet, die bei Diogenes (2026, 271 S., tb) verlegt wird - und zu meiner Freude bereits im September mit dem 2. Fall für DC Smith weitergehen wird...

Es handelt sich um einen klassischen Kriminalroman, der spannend und interessant zu lesen ist; mit einem sympathischen Ermittlerteam und einem Fall, der einen politischen Hintergrund aufweist.

Einige Jugendliche feiern am Fluss, wobei Alkohol und Drogen im Spiel sind. Wayne Fletcher, ein sehr guter Schwimmer, wird übermütig und will einen vorbeiziehenden Kanuten einholen: Seine Freunde sehen ihn letztmals lebend, bevor der Fluss eine Biegung macht. Sie können ihn nirgends entdecken und alarmieren die Polizei: Ein Polizeitaucher entdeckt die Leiche des Jungen im Gestrüpp unweit des Ufers - sie weist eine Verletzung am Kopf auf und Druckspuren am Oberkörper, wie die Obduktion später ergibt (bei genauerem Hinsehen).

DC David Smith, der geduldete Dinosaurier, der viel Erfahrung hat und noch immer effizient ermittelt, findet den Fall, der als Unfalltod eingestuft wurde, nach kurzer Auszeit auf seinem Schreibtisch. Er ist der unkonventionellste, beste, aber auch schwierigste Polizist im CID Kings Lake. Seine Vorgesetzte DI Alison Reeve hält große Stücke auf ihn und auch sie wird ob der gefundenen Verletzungsspuren am Kopf des Jungen hellhörig: War es ein Unfall oder war es Mord?

Nun beginnt die Ermittlungsarbeit, die großen Raum im Début einnimmt und bei der ich mir einen etwas höheren Spannungsbogen gewünscht hätte. Unterstützt wird DS Smith von Chris Waters, einem Neuling und Sohn eines Ex-Kollegen, der sich als sehr klug und wendig erweisen sollte (besonders in IT-Sachen Smith voraus ist). Das Vierer-Team befragt Leute im Flussverlauf und der Versuch, den unbekannten Kanuten zu ermitteln, bleibt lange Zeit ohne Erfolg. Bis sich durch ein Anwesen, das einem Ex-Militärattaché gehört, doch Spuren finden lassen, die mit der Aussage des Schleusenwärters, es könne sich evtl. um einen Osteuropäer handeln, übereinstimmen. Doch wo ist der mysteriöse Kanut abgeblieben?

Ab jetzt wird es wirklich spannend, da die Auflösung des Falls auf ein Verbrechen in die 1990er Jahre hinweist; dort liegt der Schlüssel zur Aufklärung, vermuten nicht nur DS Smith und Waters....

Die Auflösung ist stimmig und der Schluss optimistisch, was die weitere Entwicklung von Chris Waters angeht; auch ein paar private Seiten des sympathischen Ermittlers Smith, der vor Kurzem seine Frau Shila verloren und seine Ermittlungs-Routinen hat, der früher mit ihr gemeinsam gerne auf dem Campingplatz in seinem Caravan seine Freizeit verbrachte und auch musikalisch ist, werden verraten und wie sehr seine Freunde ihn dort vermissen (auch auf der Bühne). Da ich klassische Kriminalromane gerne lese und sicher bin, dass sich der Spannungsbogen in den nächsten beiden Diogenes-Veröffentlichungen durchaus noch steigern könnte, freue ich mich auf diese bereits jetzt und gebe dem Début gute 4 *.