Wer ruhige, intelligente Krimis mag ist hier genau richtig

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rebekka Avatar

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Schade, dass es solche gut durchdachte, unaufgeregte und logisch konstruierte Kriminalromane heute nur noch selten gibt! Ich halte nicht viel von Thrillern, die nur darauf angelegt sind, Herzklopfen zu verursachen und Ermittler „vom Jäger zum Gejagten“ werden lassen. Gute, akribische Polizeiarbeit, die zu einem überraschenden Ergebnis führt, liegt mir viel mehr – und dieser erste Band einer neuen Krimi-Serie aus England gehört genau dazu.

Ist der 17jährige Wayne Fletcher während einer Party am Flussufer tatsächlich ertrunken oder wurde er ermordet? Der erfahrene Beamte DC Smith soll den Unfallbericht der Kollegen nach dem Vier-Augen-Prinzip eigentlich nur bestätigen, aber eine Randbemerkung der Gerichtsmedizinerin lässt ihn stutzig werden. Deshalb untersucht er den Fall weiter.

Smith ist wegen seiner eigenwilligen Vorgehensweise bei seinem obersten Chef nicht beliebt. Aber er arbeitet gründlich, profitiert von seinen Erfahrungen und seiner Menschenkenntnis und lässt nicht locker, ehe alle Unklarheiten beseitigt sind. Wenn er damit anderen Dienststellen auf die Füße tritt, ist das eben so. Das und sein Geschick mit unangenehmen Zeitgenossen macht ihn sehr sympathisch.

Die Story entwickelt sich ruhig und langsam, ist aber trotzdem so spannend, dass ich das Buch in zwei Tagen durchgelesen habe. Ich freue mich schon auf die nächsten Bände mit DC Smith. Wahrscheinlich erfährt man in ihnen auch, warum sein Vorgesetzter ihn in den Ruhestand schicken will und weshalb er selbst um seine Rückstufung gebeten hat.