Schräg und zauberhaft

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Schon der Einstieg deutet an, dass hier eine ungewöhnliche und leicht absurde Geschichte erzählt wird – eine Mischung aus schonungsloser Ehrlichkeit und schrägem Humor. Genau diese Tonalität spiegelt sich auch in den ersten Kapiteln wider. Die Hauptfigur wirkt dabei widersprüchlich: Einerseits scheint sie zurückgezogen und für sich, andererseits spürt man deutlich ihren Wunsch nach Nähe und echter Verbindung.
Im Mittelpunkt steht eine Frau, die eine lockere Affäre genießt, sich jedoch insgeheim nach mehr sehnt. Während die gemeinsame Zeit vor allem von körperlicher Anziehung geprägt ist, hofft sie darauf, dass daraus echte Gefühle entstehen. Als sie jedoch plötzlich abserviert wird, kippt ihre Enttäuschung in den Wunsch nach Vergeltung. In einer Mischung aus Frust und Alkohol gerät sie an ein fragwürdiges Online-Ritual, das ihr helfen soll, den Mann zurückzugewinnen.
Doch statt einer romantischen Wendung nimmt alles eine drastische Richtung: Der Mann ist tot – und sie gerät ins Visier der Ermittlungen. Während sie verzweifelt versucht, sich aus der Situation herauszuwinden und als trauernde Ex wahrgenommen zu werden, kommt eine weitere unerwartete Wahrheit ans Licht, die alles noch komplizierter macht.
Getrieben von Unglauben und dem Bedürfnis, die Ereignisse zu verstehen, beginnt sie, selbst Nachforschungen anzustellen. Dabei hinterlässt sie jedoch eine Spur des Chaos, auch wenn ihre Absichten ganz andere sind. Die Geschichte lebt von ihrer Mischung aus schwarzem Humor, überspitzten Situationen und einer Protagonistin, die zwischen Selbsttäuschung, Sehnsucht und Eskalation schwankt.