Zwischen Welpenyoga und Abgrund: Ein unheimlich ehrlicher Blick hinter die Maske der Nettigkeit
Der Einstieg in Kirsten Kings Roman „Ein unheimlich guter Mensch“ besticht durch eine faszinierende Mischung aus messerscharfer Alltagsbeobachtung und einer Prise Boshaftigkeit. Die Protagonistin Lillian ist keine klassische Sympathieträgerin, was den Lesereiz jedoch massiv erhöht. Schon der Prolog, in dem sie als Zehnjährige fast ein Mädchen in ein Gorillagehege schubst, etabliert sie als eine Figur mit moralischen Grauzonen und einem tief sitzenden Gefühl des Außenseitertums.
Die Sprache ist modern, direkt und von einem trockenen, oft zynischen Humor geprägt. Besonders gelungen ist die Darstellung der oberflächlichen Bürokultur in der Marketingagentur „Fizzle“. King beschreibt Themen wie „Welpenyoga“, „Wellness-Hexen“ oder erzwungenes Team-Bonding so treffend, dass man Lillians Verachtung förmlich spüren kann. Auch die Dynamik zwischen Lillian und Henry ist psychologisch spannend gezeichnet: Lillian inszeniert sich selbst als sexuell befreite, unkomplizierte Frau, während sie innerlich verzweifelt nach Anerkennung und Liebe sucht.
Nach Abschluss der Leseprobe ist das Interesse groß, wie es weitergeht. Die Diskrepanz zwischen Lillians unterkühlter Fassade und ihrem obsessiven Wunsch, von Henry geliebt zu werden – „koste es, was es wolle“ – deutet auf eine dunkle, spannungsgeladene Entwicklung hin. Zudem weckt die Erwähnung ihrer Fähigkeit, „dunklere Dinge wahr werden zu lassen“, eine fast schon unheimliche Neugier auf den weiteren Handlungsverlauf. Ein vielversprechender Auftakt für alle, die komplexe Antiheldinnen und bissige Gesellschaftskritik mögen.
Das Cover ist ansprechend gestaltet, sehr einladend, einzigartig und macht neugierig auf ein gutes, junges Buch.
Die Sprache ist modern, direkt und von einem trockenen, oft zynischen Humor geprägt. Besonders gelungen ist die Darstellung der oberflächlichen Bürokultur in der Marketingagentur „Fizzle“. King beschreibt Themen wie „Welpenyoga“, „Wellness-Hexen“ oder erzwungenes Team-Bonding so treffend, dass man Lillians Verachtung förmlich spüren kann. Auch die Dynamik zwischen Lillian und Henry ist psychologisch spannend gezeichnet: Lillian inszeniert sich selbst als sexuell befreite, unkomplizierte Frau, während sie innerlich verzweifelt nach Anerkennung und Liebe sucht.
Nach Abschluss der Leseprobe ist das Interesse groß, wie es weitergeht. Die Diskrepanz zwischen Lillians unterkühlter Fassade und ihrem obsessiven Wunsch, von Henry geliebt zu werden – „koste es, was es wolle“ – deutet auf eine dunkle, spannungsgeladene Entwicklung hin. Zudem weckt die Erwähnung ihrer Fähigkeit, „dunklere Dinge wahr werden zu lassen“, eine fast schon unheimliche Neugier auf den weiteren Handlungsverlauf. Ein vielversprechender Auftakt für alle, die komplexe Antiheldinnen und bissige Gesellschaftskritik mögen.
Das Cover ist ansprechend gestaltet, sehr einladend, einzigartig und macht neugierig auf ein gutes, junges Buch.