Außergewöhnlich gut

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yakko Avatar

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"Ein unheimlich guter Mensch" von Kirsten King ist ein außergewöhnlicher Roman und ein mehr als gelungenes Debüt. Es geht um Lillian, die eine sog. "Situationship" mit Henry führt, sich jedoch eine richtige Beziehung mit ihm wünscht. Dann allerdings lässt er sie sitzen und Lillian versucht auf ungewöhnliche Art Rache zu üben. Plötzlich gerät alles aus dem Ruder, als Henry tot aufgefunden wird.

Der Plot klingt bereits skurril, dennoch total interessant. Schon die Leseprobe hat mich begeistert so wie letztlich das gesamte Buch. Ich mag Lillian als Figur total, vielleicht gerade weil sie so impulsiv und chaotisch ist. So manches Mal ist man zwar hin- und hergerissen zwischen Verständnis und Kopfschütteln, insgesamt jedoch ist Lillian für mich eine interessante Figur.
Die Geschichte hat eine unerwartete Tiefe und enthält viel indirekte Kritik am Patriarchat. Gleichzeitig ist sie aber auch spannend und humorvoll geschrieben, sodass ich bis zum Schluss gefesselt war und mich unterhalten gefühlt habe. Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gefallen.

Insgesamt hat mich das Buch total überrascht, gerade weil es so anders und außergewöhnlich ist. Ich kann mir gut vorstellen, dass es nicht jedermanns Geschmack ist, meinen hat es aber (zu meiner eigenen Überraschung) total getroffen.