Ein wilder Trip

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inibieni81 Avatar

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„Ein unheimlich guter Mensch“ ist für mich ein Paradebeispiel für Weird Girl Fiction: schräg, schwarzhumorig und herrlich unangenehm. Die Geschichte bewegt sich ständig zwischen Fremdscham und Situationskomik und sorgt dabei für beste Unterhaltung.

Lillian ist keine Figur, die man sofort ins Herz schließt. Sie ist egozentrisch, impulsiv und überzeugt davon, die Hauptrolle in ihrem eigenen Leben zu spielen. Trotzdem fiebert man mit ihr mit, als sie versucht, aus ihrer Affäre mit Henry mehr zu machen. Nach seiner Abfuhr trifft sie fragwürdige Entscheidungen und als Henry plötzlich tot aufgefunden wird, gerät alles endgültig außer Kontrolle.

Wer sympathische Figuren braucht, wird hier vielleicht nicht glücklich. Wer aber chaotische, moralisch zweifelhafte Protagonistinnen und jede Menge schwarzhumorige Verwicklungen mag, sollte diesem Buch eine Chance geben.