Er muss es sein

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brenda_wolf Avatar

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Lillian und Henry haben eine gute Zeit miteinander, besonders im Bett. Nur wünscht sich Lillian sehnlichst, dass Henry sich verliebt und aus ihrer »Situationship« eine richtige Beziehung wird. Doch Henry beendet die Beziehung, Lilian ist fassungslos. Nach einer betrunkenen Nacht, einem YouTube Zauber und einer gehörigen Portion verletztem Stolz findet sich Lillian plötzlich als Hauptverdächtige in einem Mordfall wieder – Henry ist tot. Statt sich zurückzuziehen, beginnt sie auf eigene Faust zu ermitteln und hinterlässt dabei überall Chaos.

‚Ein unheimlich guter Mensch‘ ist eine Mischung aus Krimi Elementen, Millennial Roman und psychologischem Charakterporträt. Die Autorin schreibt aus der Ich-Perspektive. Ihre Protagonistin muss man mögen, ich mochte sie nicht. Für mich ist Lillian nicht chaotisch, sie ist berechnend, manipulativ, und besitzt keinerlei Empathie. Ihre Freundin möchte ich nicht sein. Der Humor kam bei mir leider nicht an. Die Bettszenen waren sehr, sehr grenzwertig.
Liebe und echte Verbundenheit konnte ich in diesem Roman nicht entdecken, auch keine Freundschaft, die das Wort verdient hätte. Anscheinend ist bei Lillian schon als Kind was falsch gelaufen. Okay, man schiebt ja gerne alles auf eine verkorkste Kindheit, aber vermutlich gibt es auch Menschen bei denen der Narzissmus in den Genen liegt.

Fazit: Leider ein Fehlgriff. Kein Roman, der mir Spaß gemacht hätte.