Gut reicht nicht immer

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calendula48 Avatar

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Diesen Roman habe ich nach der Leseprobe für mich falsch eingeschätzt.
Bei dem Titel ,Ein unheimlich guter Mensch, liegt bei mir das Hauptaugenmerk eher auf UNHEIMLICH.
Frauen wie Lillian sind mir weder im Leben noch im Roman sympathisch.
Jede Person, die es hier mit Lillian zu tun hat, existiert für diese nur, um benutzt zu werden. Für mich ist die Freundin Jamie das extremste Opfer.
Den Tod ihres Sexpartners nutzt Lillian zu einer einzigartigen Selbstdarstellung. Und erstaunlicherweise lassen sich alle, von Lillian benutzten Personen, ohne großen Widerspruch auf deren Spielchen ein.
Einzig Dr. Cohen besitzt den Freimut, ihrer Patientin ins Gesicht zu sagen, dass sie sie für eine Narzisstin hält und muss Lillians unflätige Beschimpfungen ertragen.
Was an dieser Geschichte urkomisch oder äußerst witzig ist, hat sich mir nicht erschlossen.
Mit den Romanen aus der neuen Literaturecke Weird Girl Fiction, in denen Frauen außerhalb der Norm, die Protagonisten sind, werde ich mich wohl nicht wirklich anfreunden, ebenso wenig wie mit dem unheimlich guten Menschen von Kirsten King.