Kein unheimlich guter Mensch

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buecherfan.wit Avatar

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Lillian O´Malley, Ende 20, ist seit vier Monaten mit dem charmanten Henry Davis zusammen und glaubt, dass er das Potential für eine dauerhafte Beziehung hat. Sie versucht, ihrem Partner zu gefallen und lässt alles mit sich machen, was Henry will. Henry ist jedoch nicht daran interessiert, aus der „situationship“ eine „relationship“ zu machen und serviert sie überraschend ab. Lillian betrinkt sich und beschließt, sich zu rächen. Sie belegt ihn mit einem im Internat gefundenen Schadenzauber. Wenig später wird Henry erstochen aufgefunden. Für die Polizei ist sie dringend tatverdächtig, und sie hat kein solides Alibi. Weil sie mehrfach verhört wird, nimmt sie sich einen Anwalt. Dann findet Lillian heraus, dass Henry seit 10 Jahren in einer festen Beziehung war. Sie trifft Nora und spricht mit ihr. Lillian versucht herauszufinden, wer Henry umgebracht hat und warum. Sie steckt in Schwierigkeiten, auch an Ihrem Arbeitsplatz in einer Marketing Firma und gerät mit ihrer Vorgesetzten Candice aneinander.
Kirsten Kings Debütroman liest sich zügig. Ich fand ihn allerdings nicht so witzig, wie in vielen Kommentaren behauptet. Der Roman hat eine Protagonistin, mit der man sich wohl kaum identifizieren kann. Lillian ist egozentrisch und narzisstisch, hält sich für einen unheimlich guten Menschen und erwartet, dass alle Welt sie liebt und bewundert. Manches an ihrem Verhalten ist ausgesprochen abstoßend. Mich stören auch etliche recht derbe Stellen und die Darstellung von Henrys sexuell übergriffigem Verhalten, das nicht kommentiert oder und erst recht nicht kritisiert wird. Deshalb spreche ich keine absolute Leseempfehlung aus.