Narzisstin durch und durch
Als Lillian von Henry abserviert wird, kann sie es nicht fassen. Sie waren doch auf dem Weg zu einer richtigen Beziehung. Lillian war doch die perfekte Freundin, sah er das denn nicht? Betrunken frönt sie ihren Rachegelüsten und vollführt einen Zauber. Nur leider endet Henry nicht an ihrer Seite, sondern als Leiche. Und zu allem Überfluss stellt sich heraus, dass sie nicht die einzige Frau in Henrys Leben war.
„Ein unheimlich guter Mensch“ von Kirsten King ist so amüsant wie verstörend. Lillians Selbstgefälligkeit und die Selbstverständlichkeit, mit der sie alles einfordert, was sie sich vorstellen kann, treibt sie zu haarsträubenden Aktionen, die mich oft auflachen ließen (amüsant) und ein kleiner dunkler Teil in mir feierte das sehr(verstörend). Kirsten King zeichnet mit ihrer Protagonisten das Paradebeispiel einer Narzisstin, schlüpft in ihre Gedankenwelt und die Leserschaft kommt in den Genuss der verworrensten Ideen. Und nebenbei lässt sie feministische und popkulturelle Bezüge einfließen, was mich ebenfalls abgeholt hat.
Nur sprachlich holperte es hier und da ein wenig, was auch an der Übersetzung liegen kann. Metaphern und Bilder findet man fast auf jeder Seite, was mir schon ein bisschen zu viel war, manchmal ist weniger da mehr, allerdings passt das auch zu Lillian, die überbrodelnd in ihrer Selbstbezogenheit ist.
Die Auflösung war zwar wenig überraschend, aber den Schluss finde ich dennoch absolut gelungen, denn Kirsten King schafft es, ein offenes Ende zu kreieren und trotzdem alle Fragen zu beantworten.
Jedoch sollte gewarnt sein: Wer die Protagonistin mögen muss und nicht mit Lügen klar kommt, sollte die Finger davon lassen, denn Lillian ist weder sympathisch, noch kann man ihr über den Weg trauen. Doch mag man beides, ist es ein wunderbar unterhaltsame Rageroman mit feministischen Zügen.
„Ein unheimlich guter Mensch“ von Kirsten King ist so amüsant wie verstörend. Lillians Selbstgefälligkeit und die Selbstverständlichkeit, mit der sie alles einfordert, was sie sich vorstellen kann, treibt sie zu haarsträubenden Aktionen, die mich oft auflachen ließen (amüsant) und ein kleiner dunkler Teil in mir feierte das sehr(verstörend). Kirsten King zeichnet mit ihrer Protagonisten das Paradebeispiel einer Narzisstin, schlüpft in ihre Gedankenwelt und die Leserschaft kommt in den Genuss der verworrensten Ideen. Und nebenbei lässt sie feministische und popkulturelle Bezüge einfließen, was mich ebenfalls abgeholt hat.
Nur sprachlich holperte es hier und da ein wenig, was auch an der Übersetzung liegen kann. Metaphern und Bilder findet man fast auf jeder Seite, was mir schon ein bisschen zu viel war, manchmal ist weniger da mehr, allerdings passt das auch zu Lillian, die überbrodelnd in ihrer Selbstbezogenheit ist.
Die Auflösung war zwar wenig überraschend, aber den Schluss finde ich dennoch absolut gelungen, denn Kirsten King schafft es, ein offenes Ende zu kreieren und trotzdem alle Fragen zu beantworten.
Jedoch sollte gewarnt sein: Wer die Protagonistin mögen muss und nicht mit Lügen klar kommt, sollte die Finger davon lassen, denn Lillian ist weder sympathisch, noch kann man ihr über den Weg trauen. Doch mag man beides, ist es ein wunderbar unterhaltsame Rageroman mit feministischen Zügen.