Schräg, bissig und faszinierend verstörend
„Ein unheimlich guter Mensch“ ist ein außergewöhnliches Debüt, das mit einer herrlich unangenehmen Protagonistin und einem Mix aus schwarzem Humor, Abgründigkeit und skurrilen Situationen überzeugt. Im Mittelpunkt steht Lillian, eine ebenso narzisstische wie unzuverlässige Erzählerin, die sich selbst für einen liebenswerten Menschen hält, während sie andere gnadenlos beurteilt, gesellschaftliche Regeln ignoriert und sich immer tiefer ins Chaos manövriert. Gerade diese Mischung aus Selbstüberschätzung, Rücksichtslosigkeit und Verletzlichkeit macht sie gleichzeitig faszinierend und schwer erträglich.
Die Geschichte bewegt sich irgendwo zwischen Weird Girl Fiction, Thriller und bitterböser Satire. Dabei ist sie oft absurd, überraschend und provokant, aber immer gerade realistisch genug, um glaubwürdig zu bleiben. Besonders gelungen ist, wie Humor, Fremdscham, Spannung und ernste Themen wie toxische Beziehungen, Drogenmissbrauch oder sexuelle Gewalt miteinander verwoben werden. Manche Szenen sind urkomisch, andere eher verstörend oder ekelerregend und genau daraus entsteht dieser eigentümliche Sog, der einen trotzdem unbedingt weiterlesen lässt.
Auch sprachlich überzeugt der Roman mit einem modernen, lockeren und zugleich pointierten Stil voller popkultureller Anspielungen und scharfer Beobachtungen. Selbst wenn man Lillian oft furchtbar findet, möchte man ständig wissen, wie weit sie noch gehen wird. Das Buch ist unbequem, schräg und sicher nicht für alle geeignet, bleibt aber definitiv im Gedächtnis und hebt sich deutlich von vielen anderen Neuerscheinungen ab.
Die Geschichte bewegt sich irgendwo zwischen Weird Girl Fiction, Thriller und bitterböser Satire. Dabei ist sie oft absurd, überraschend und provokant, aber immer gerade realistisch genug, um glaubwürdig zu bleiben. Besonders gelungen ist, wie Humor, Fremdscham, Spannung und ernste Themen wie toxische Beziehungen, Drogenmissbrauch oder sexuelle Gewalt miteinander verwoben werden. Manche Szenen sind urkomisch, andere eher verstörend oder ekelerregend und genau daraus entsteht dieser eigentümliche Sog, der einen trotzdem unbedingt weiterlesen lässt.
Auch sprachlich überzeugt der Roman mit einem modernen, lockeren und zugleich pointierten Stil voller popkultureller Anspielungen und scharfer Beobachtungen. Selbst wenn man Lillian oft furchtbar findet, möchte man ständig wissen, wie weit sie noch gehen wird. Das Buch ist unbequem, schräg und sicher nicht für alle geeignet, bleibt aber definitiv im Gedächtnis und hebt sich deutlich von vielen anderen Neuerscheinungen ab.