WILD

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colleenf Avatar

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Mit Lillian als Protagonistin kann der Debütroman „Ein unheimlich guter Mensch“ von Kirsten King (in das Deutsche übersetzt von Lilian Peter) definitiv der Weird-Girl-Fiction zugeordnet werden. Ich kann nur so viel verraten: Mich hat das Buch richtig abgeholt!

Lillian ist sauer auf ihre „Situationship“ Henry, weil dieser unerwartet die Sache beendet hat. Und das macht sie richtig fertig. Sogar so fertig, dass sie eine Internethexe mit einem Schadenszauber beauftragt, der mehr oder weniger funktioniert - denn Henry wird ermordet. Nun gerät Lillian jedoch in den Fokus der Ermittlungen - und Henrys Tod reißt eine Welle an Ereignissen mit sich, mit denen sie nicht gerechnet hatte.

Sowohl die Figuren als auch der Plot und die Sprache haben mich komplett begeistert. Es war zwischendurch wie ein Fiebertraum, Lillian zu folgen - sie war unhinged und (manchmal etwas zu) ehrlich. Für mich ist sie nicht unbedingt die Protagonistin, die total viel Sympathie und Verständnis erweckt, trotzdem bin ich ihrem Gedankenstrudel gerne gefolgt. Das Buch macht dabei viele Themen auf, einige - wie Suchterkrankungen - hätten für mich noch tiefer behandelt werden können.

Das Buch ist super für Liebhaber*innen von wilden und faszinierenden Protagonist*innen! (Beachtet trotzdem gerne die CN)


CN: Konsum, Grenzüberschreitung, Übergriff