Witzig und treffend
„Ein unheimlich guter Mensch“ dreht sich um Lillian, die nach dem Scheitern ihrer Beziehung in einen Mordfall verwickelt wird. Während sie versucht, die Hintergründe der Tat aufzuklären, gerät ihr ohnehin chaotisches Leben endgültig aus den Fugen. Parallel dazu erfährt man, wie sie mit der Rolle als zweite Frau in Henrys Leben umgeht und wie rücksichtslos sie Jamie für ihre Zwecke einspannt.
Der Reiz des Buches liegt vor allem in Lillian selbst. Sie ist zutiefst selbstbezogen, stellt sich gedanklich in den Mittelpunkt jeder Situation und rechtfertigt ihr Verhalten meist mühelos vor sich selbst. Gerade dadurch macht es Spaß, ihre Gedankenwelt zu verfolgen. Eine Szene mit einer Psychologin zeigt das gut: Erst sträubt sie sich gegen das Gespräch, öffnet sich dann überraschend, um die Person kurz darauf grundlos anzugehen, weil ihr etwas Gesagtes nicht passt.
Der Schreibstil ist locker und schnell zu lesen, mit deutlichem schwarzem Humor, der gut zur Hauptfigur passt. Die Krimihandlung bleibt dabei spannend und wirkt nicht aufgesetzt, auch wenn der eigentliche Kriminalfall streckenweise hinter Lillians Privatleben zurücktritt.
Auch die Aufmachung gefällt mir gut. Das Cover trifft den Charakter der Figur mit dem leicht missmutigen Gesichtsausdruck sehr treffend und sticht optisch heraus.
Etwas anstrengend kann Lillian streckenweise wirken, da ihre Entscheidungen oft schwer nachvollziehbar sind. Das ist aber offensichtlich beabsichtigt und macht die Figur am Ende glaubwürdiger als eine makellose Protagonistin es täte.
Insgesamt ein unterhaltsames Debüt mit eigenwilliger Hauptfigur, das Krimielemente und Situationskomik geschickt verbindet.
Der Reiz des Buches liegt vor allem in Lillian selbst. Sie ist zutiefst selbstbezogen, stellt sich gedanklich in den Mittelpunkt jeder Situation und rechtfertigt ihr Verhalten meist mühelos vor sich selbst. Gerade dadurch macht es Spaß, ihre Gedankenwelt zu verfolgen. Eine Szene mit einer Psychologin zeigt das gut: Erst sträubt sie sich gegen das Gespräch, öffnet sich dann überraschend, um die Person kurz darauf grundlos anzugehen, weil ihr etwas Gesagtes nicht passt.
Der Schreibstil ist locker und schnell zu lesen, mit deutlichem schwarzem Humor, der gut zur Hauptfigur passt. Die Krimihandlung bleibt dabei spannend und wirkt nicht aufgesetzt, auch wenn der eigentliche Kriminalfall streckenweise hinter Lillians Privatleben zurücktritt.
Auch die Aufmachung gefällt mir gut. Das Cover trifft den Charakter der Figur mit dem leicht missmutigen Gesichtsausdruck sehr treffend und sticht optisch heraus.
Etwas anstrengend kann Lillian streckenweise wirken, da ihre Entscheidungen oft schwer nachvollziehbar sind. Das ist aber offensichtlich beabsichtigt und macht die Figur am Ende glaubwürdiger als eine makellose Protagonistin es täte.
Insgesamt ein unterhaltsames Debüt mit eigenwilliger Hauptfigur, das Krimielemente und Situationskomik geschickt verbindet.