Zwischen Selbstbild und Wirklichkeit
Schon auf den ersten Seiten lernen wir die Protagonistin Lillian als junge Frau kennen, die ihren Mitmenschen kaum authentisch begegnet. Sie beobachtet genau, was andere von ihr erwarten, und passt sich konsequent daran an.
Vor jedem Date recherchiert sie ihr Gegenüber bis ins kleinste Detail und erschafft die Frau, von der sie glaubt, dass dieser (in der Regel ist es ein Mann) sie sich wünscht. Gerade diese Passagen fand ich besonders eindrücklich.
Kirsten King zeigt hier überspitzt, aber erschreckend nachvollziehbar, wie sehr Frauen auch heute noch versuchen, den Erwartungen eines männlichen Partners zu entsprechen und dafür ihre eigenen Bedürfnisse zurückstellen. Das liest sich stellenweise sehr humorvoll, ist im Kern aber bedrückend und wirkte auf mich erschreckend realistisch. Nicht umsonst stellt die Autorin ihrem Roman das Motto voran: „Für die Frauen, die aus Brotkrumen Kuchen gemacht haben.“
Kurz nachdem der Mann, den Lillian einige Monate gedatet hat, trotz all ihrer Bemühungen mit ihr Schluss gemacht hat, wird er brutal ermordet. Während die Ermittlungen nach dem Täter laufen, tauchen wir immer tiefer in Lillians Gedankenwelt ein. Ihr Selbstbild und die Wirklichkeit driften dabei zunehmend auseinander und gerade diese Perspektive macht die Lektüre gleichermaßen faszinierend wie anstrengend.
Im Mittelteil verliert die Geschichte für meinen Geschmack etwas an Tempo, weil sich Lillians Verhaltensmuster häufig wiederholen. Zum Ende hin zieht die Spannung jedoch wieder deutlich an.
Der Roman lebt von der ungewöhnlichen Hauptfigur. Lillian ist manipulativ, widersprüchlich und oft nur schwer auszuhalten. Gleichzeitig zeigt der Roman, wie gesellschaftliche Erwartungen, der Wunsch, gefallen zu wollen, und eine verzerrte Selbstwahrnehmung ineinandergreifen können. Nicht jede Passage hat mich gleichermaßen überzeugt, insgesamt war es für mich jedoch eine ebenso ungewöhnliche wie unterhaltsame (aber auch sehr krasse) Lektüre.
Vor jedem Date recherchiert sie ihr Gegenüber bis ins kleinste Detail und erschafft die Frau, von der sie glaubt, dass dieser (in der Regel ist es ein Mann) sie sich wünscht. Gerade diese Passagen fand ich besonders eindrücklich.
Kirsten King zeigt hier überspitzt, aber erschreckend nachvollziehbar, wie sehr Frauen auch heute noch versuchen, den Erwartungen eines männlichen Partners zu entsprechen und dafür ihre eigenen Bedürfnisse zurückstellen. Das liest sich stellenweise sehr humorvoll, ist im Kern aber bedrückend und wirkte auf mich erschreckend realistisch. Nicht umsonst stellt die Autorin ihrem Roman das Motto voran: „Für die Frauen, die aus Brotkrumen Kuchen gemacht haben.“
Kurz nachdem der Mann, den Lillian einige Monate gedatet hat, trotz all ihrer Bemühungen mit ihr Schluss gemacht hat, wird er brutal ermordet. Während die Ermittlungen nach dem Täter laufen, tauchen wir immer tiefer in Lillians Gedankenwelt ein. Ihr Selbstbild und die Wirklichkeit driften dabei zunehmend auseinander und gerade diese Perspektive macht die Lektüre gleichermaßen faszinierend wie anstrengend.
Im Mittelteil verliert die Geschichte für meinen Geschmack etwas an Tempo, weil sich Lillians Verhaltensmuster häufig wiederholen. Zum Ende hin zieht die Spannung jedoch wieder deutlich an.
Der Roman lebt von der ungewöhnlichen Hauptfigur. Lillian ist manipulativ, widersprüchlich und oft nur schwer auszuhalten. Gleichzeitig zeigt der Roman, wie gesellschaftliche Erwartungen, der Wunsch, gefallen zu wollen, und eine verzerrte Selbstwahrnehmung ineinandergreifen können. Nicht jede Passage hat mich gleichermaßen überzeugt, insgesamt war es für mich jedoch eine ebenso ungewöhnliche wie unterhaltsame (aber auch sehr krasse) Lektüre.