Eine kluge und berührende Suche nach den roten Fäden in einem gelebten Leben.

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fönbo Avatar

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Die Leseprobe lässt erahnen, dass das Buch eine sehr intime Reise zu den Wurzeln des eigenen Selbst ist. Es ist beeindruckend, wie leichtfüßig sie zwischen wissenschaftlicher Beobachtung und sehr privaten Momenten hin- und herwechselt.

Inhaltlich ist das Buch weit mehr als eine reine Autobiographie, denn die Autorin nutzt ihr soziologisches Fachwissen, um das eigene Gefühlsleben seziermesserscharf zu analysieren.

Das Cover wirkt mit seiner schlichten, fast schon poetischen Ästhetik sehr einladend und deutet bereits die feinsinnige Introspektion an, die den Leser erwartet.

Der Aufbau ist nicht streng linear, sondern folgt eher thematischen Strängen, was dem Prozess des echten Erinnerns sehr nahekommt. Man spürt beim Lesen sofort, dass hier jemand schreibt, der es gewohnt ist, das "Warum" hinter den menschlichen Bindungen zu ergründen.

Der Text im eleganten und ruhigen Stil lädt dazu ein, innezuhalten und die Ordnung der eigenen Lebensgeschichte ebenfalls einmal kritisch und liebevoll zu hinterfragen.