Über Nähe, Verlust und das Suchen nach Ordnung

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Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen von Christien Brinkgreve wirkt schon durch Titel und Thema sehr persönlich und nachdenklich. Der Schreibstil ist ruhig, reflektiert und klar, fast essayistisch, und lädt dazu ein, den Gedanken der Autorin aufmerksam zu folgen. In der Leseprobe entsteht eine intime Atmosphäre, in der Gefühle, Erinnerungen und Beobachtungen behutsam nebeneinanderstehen.
Besonders eindrucksvoll ist, wie Brinkgreve versucht, Liebe, Verlust und Beziehungen nicht zu erklären, sondern zu sortieren – tastend, ehrlich und ohne einfache Antworten. Die Spannung liegt im inneren Prozess, im genauen Hinsehen auf das eigene Erleben und auf die Rollen, die Nähe und Bindung in einem Leben spielen.
Ich möchte das Buch weiterlesen, weil es den Eindruck eines klugen, feinfühligen Textes hinterlässt, der Raum für eigene Gedanken lässt und zeigt, wie komplex und widersprüchlich Liebe sein kann.