bedrückend und ehrlich!

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literaturmaus13 Avatar

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In "Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen" schreibt die Autorin nach dem Tod ihres Mannes über ihre gemeinsame Ehe und versucht, die Vergangenheit aufzuarbeiten. Sie beschreibt, wie sie als junge Frau in die Ehe mit A ging, der bei ihrem Kennenlernen noch verheiratet war. Es folgten glückliche Jahre und gemeinsame Kinder, doch dann schlich sich ein immer bedrückenderes Gefühl in die Ehe. Sie gab A zuliebe ihr Haus auf und Stück für Stück auch sich selbst. In der Rückschau, schildert sie ehrlich und schonungslos ihren Blick auf die schwierige Ehe, auf ihre Rolle als Frau, auf ihre inneren Konflikte und den Spagat zwischen Ehefrau, Mutter und Karrierefrau. Das Buch ist emotional und eindringlich geschrieben, hat teilweise etwas Längen durch inhaltliche Wiederholungen. Dennoch berührt es an vielen Stellen und kann mit einer melancholischen Stimmung und einer ehrlichen Reflektion überzeugen.