Distanzierte Ordnung von Erinnerungen
Auch wenn der Schreibstil von Christien Brinkgreve mir zunächst sehr gut gefiel, hatte ich über den Lauf des Buches deutliche Schwierigkeiten, mich darauf fokussieren zu können. Ich vermisse eine Entwicklung. Wie der Titel schon verspricht, ordnet die Autorin mit "Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen" ihre Gedanken und Erinnerungen an ihren verstorbenen Ehemann - eine Beziehung die nicht immer ganz so leicht gewesen zu sein scheint.
Die Autorin hat das Glück, ein recht privilegiertes Leben führen zu können, mit einem Ferienhaus am Meer und teuren Urlauben hält sie die unglückliche Beziehung über Jahre lang aus. Am Ende des Buches hatte ich allerdings das Gefühl, dass die Erzählung sich im Kreise dreht. Sie stellt sich häufig die Frage warum sie es mit dem Ehemann so lange ausgehalten habe. Ich vermisse dabei allerdings eine Charakterentwicklung, oder einen Perspektivwechsel. Die Autorin berichtet recht distanziert von ihrer Beziehung und schiebt meiner Meinung nach viele Probleme ihrem Ehemann zu, ohne den Fehler bei sich selbst zu suchen. Auch wenn sie einen interessanten Einblick in eine trostlose Beziehung bietet, hatte ich stellenweise das Gefühl, Einblick in ein "zu privates" Tagebuch zu erhalten.
Dadurch, dass die Geschichte auf reinen Gedanken und Erinnerungen der Autorin basieren, gibt es kaum Dialoge, ihr Ehemann und ihre Kinder werden nicht beim Namen genannt. Dadurch baut sich wenig Spannung auf (was vermutlich auch beabsichtigt ist). Dadurch dass viele Buch- und Gedichtzitate eingebracht werden, hatte ich zeitweise das Gefühl eine Liste an Literaturempfehlungen für eine fortführende Recherche zum Thema zu erhalten. Vielleicht wäre der funke eher zu mir übergesprungen, hätte ich eines der genannten Bücher gelesen.
So konnte ich mich für das Buch allerdings wenig begeistern. Den verbleibenden Stern vergebe ich gern für den doch ausgewählten, gut lesbaren Schreibstil von Christien Brinkgreve. Das Thema hat mich grundsätzlich sehr angesprochen, aber ich war von der eher einseitigen Umsetzung leider eher enttäuscht.
Die Autorin hat das Glück, ein recht privilegiertes Leben führen zu können, mit einem Ferienhaus am Meer und teuren Urlauben hält sie die unglückliche Beziehung über Jahre lang aus. Am Ende des Buches hatte ich allerdings das Gefühl, dass die Erzählung sich im Kreise dreht. Sie stellt sich häufig die Frage warum sie es mit dem Ehemann so lange ausgehalten habe. Ich vermisse dabei allerdings eine Charakterentwicklung, oder einen Perspektivwechsel. Die Autorin berichtet recht distanziert von ihrer Beziehung und schiebt meiner Meinung nach viele Probleme ihrem Ehemann zu, ohne den Fehler bei sich selbst zu suchen. Auch wenn sie einen interessanten Einblick in eine trostlose Beziehung bietet, hatte ich stellenweise das Gefühl, Einblick in ein "zu privates" Tagebuch zu erhalten.
Dadurch, dass die Geschichte auf reinen Gedanken und Erinnerungen der Autorin basieren, gibt es kaum Dialoge, ihr Ehemann und ihre Kinder werden nicht beim Namen genannt. Dadurch baut sich wenig Spannung auf (was vermutlich auch beabsichtigt ist). Dadurch dass viele Buch- und Gedichtzitate eingebracht werden, hatte ich zeitweise das Gefühl eine Liste an Literaturempfehlungen für eine fortführende Recherche zum Thema zu erhalten. Vielleicht wäre der funke eher zu mir übergesprungen, hätte ich eines der genannten Bücher gelesen.
So konnte ich mich für das Buch allerdings wenig begeistern. Den verbleibenden Stern vergebe ich gern für den doch ausgewählten, gut lesbaren Schreibstil von Christien Brinkgreve. Das Thema hat mich grundsätzlich sehr angesprochen, aber ich war von der eher einseitigen Umsetzung leider eher enttäuscht.