Ehrlich

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katzendieb Avatar

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Christien Brinkgreve versucht, ihre Liebe zu ordnen. Nach dem Tod ihres Mannes ist sie alleine im gemeinsamen Haus, das in den letzten Jahren ganz schön verwahrlost ist und das mittlerweile aus allen Nähten platzt. Bei dem Versuch, das Haus auszuräumen, während sie gleichzeitig mit ihrer Trauer kämpft, spinnt die Autorin wie ganz nebenbei die Geschichte eines gemeinsamen Lebens. Man kann sich gut hineinfühlen, was es bedeutet haben muss, jahrzehntelang in einer schwierigen Ehe gelebt zu haben. Was es eigentlich heißt, wenn man einmal zurückblickt und sich das eigene Leben anschaut, mit den eigenen Entscheidungen und der Person, mit der man sich das Bett geteilt hat. Die Autorin schafft es dabei, sehr reflektiert auf ihre Vergangenheit zu blicken und ein komplexes und vielschichtiges Bild ihres Lebens zu schaffen. Ich hätte gerne mindestens doppelt so lange in ihrem Kopf verweilt.