Ein persönliches Buch, das wichtige Fragen stellt
„Ist das ein Frauenmuster: sich nach einer anderen Person zu richten, Rücksicht auf ihre Gefühle zu nehmen, damit die Stimmung nicht kippt, sich anzupassen, um den Missmut zu verhindern?“
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Der Mann von Christien Brinkgreve stirbt nach schwerer Krankheit und lässt die Autorin in einem chaotischen Haus zurück. Erst jetzt fällt ihr richtig auf, dass sie das Haus schon lange nicht mehr „im Griff“ hat, dass sie hier eigentlich gar keinen „Raum“ mehr hatte, abseits von ihrem Arbeitszimmer. Der Prozess des Aufräumens und der Entrümpelung löst eine innere Bewegung bei ihr aus. Christien Brinkgreve blickt auf ihr Leben zurück, auf eine Beziehung in klassischen Rollenverteilungen - obwohl sie Professorin für Frauenforschung war.
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Es ist ein sehr persönliches Buch, das mich definitiv sehr beeindruckt hat. Die Reflektion der Autorin wird sehr direkt und offen geschildert. Es gibt die Haus- bzw. Raummetaphorik, die sie mehrmals aufgreift und die sehr gut veranschaulicht, wie die Probleme entstanden, die sie belastet haben. Sie beschreibt die Beziehung zu ihrem Mann A, die sowohl von seinen als auch ihren Traumata geprägt war. Ich war sehr beeindruckt, dass sie trotz ihrer Befangenheit so klar und deutlich benannt hat, was „falsch“ gelaufen ist. Es ist nicht allen Menschen möglich, sich selbst so differenziert zu betrachten.
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Wenn die Hausmetaphorik bis zum Ende durchgezogen worden wäre, dann wäre es sehr wahrscheinlich auch ein Highlight für mich geworden. So fand ich es sehr schade, dass das Thema irgendwann „beiseite gelegt“ wurde und nur gegen Ende nochmal angeschnitten wurde.
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Es hat mir nichtsdestotrotz richtig gut gefallen und ich empfehle es definitiv weiter! Besonders an Leser*innen, die gerne autobiografische Lebensresümee lesen und feministische Ansichten teilen. Mich haben besonders auch der Titel und das schöne Cover angezogen!
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4,25/5 ⭐️
Toll übersetzt von Lisa Mensing
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Der Mann von Christien Brinkgreve stirbt nach schwerer Krankheit und lässt die Autorin in einem chaotischen Haus zurück. Erst jetzt fällt ihr richtig auf, dass sie das Haus schon lange nicht mehr „im Griff“ hat, dass sie hier eigentlich gar keinen „Raum“ mehr hatte, abseits von ihrem Arbeitszimmer. Der Prozess des Aufräumens und der Entrümpelung löst eine innere Bewegung bei ihr aus. Christien Brinkgreve blickt auf ihr Leben zurück, auf eine Beziehung in klassischen Rollenverteilungen - obwohl sie Professorin für Frauenforschung war.
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Es ist ein sehr persönliches Buch, das mich definitiv sehr beeindruckt hat. Die Reflektion der Autorin wird sehr direkt und offen geschildert. Es gibt die Haus- bzw. Raummetaphorik, die sie mehrmals aufgreift und die sehr gut veranschaulicht, wie die Probleme entstanden, die sie belastet haben. Sie beschreibt die Beziehung zu ihrem Mann A, die sowohl von seinen als auch ihren Traumata geprägt war. Ich war sehr beeindruckt, dass sie trotz ihrer Befangenheit so klar und deutlich benannt hat, was „falsch“ gelaufen ist. Es ist nicht allen Menschen möglich, sich selbst so differenziert zu betrachten.
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Wenn die Hausmetaphorik bis zum Ende durchgezogen worden wäre, dann wäre es sehr wahrscheinlich auch ein Highlight für mich geworden. So fand ich es sehr schade, dass das Thema irgendwann „beiseite gelegt“ wurde und nur gegen Ende nochmal angeschnitten wurde.
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Es hat mir nichtsdestotrotz richtig gut gefallen und ich empfehle es definitiv weiter! Besonders an Leser*innen, die gerne autobiografische Lebensresümee lesen und feministische Ansichten teilen. Mich haben besonders auch der Titel und das schöne Cover angezogen!
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4,25/5 ⭐️
Toll übersetzt von Lisa Mensing