Eine Bestandsaufnahme
In „Ein Versuch meine Liebe zu ordnen“ reflektiert Christien Brinkgreve, emeritierte Professorin für Soziologie, nach dem Tod ihres Mannes über ihr Leben und ihre Ehe. Hierbei nennt sie ihren Ehemann stets nur A., was verwundert, da er als Journalist und Schauspieler in der Öffentlichkeit stand und Name, Bild und Vita binnen Sekunden von Google gefunden werden. Warum also diese vermeintliche Anonymität, die beim Lesen eher störend ist?
Christien Brinkgreve schildert reflektiert und mit schonungsloser Ehrlichkeit gegenüber sich selbst, wie sehr sie in ihrer Ehe mit dem Spagat zwischen Berufstätigkeit und Familie, dem Leben einer selbstbestimmten Frau und den Ansprüchen ihres Mannes an eine Ehefrau und Mutter zu kämpfen hatte. Ich fand es ernüchternd, dass sich eine hochgebildete Frau, die sich in intellektuellen Kreisen bewegt und sich beruflich mit den Beziehungen zwischen Männern und Frauen und der Überwindung tradierter Rollenbilder auseinandersetzt, immer wieder ihrem offenbar äußerst dominanten Ehemann unterordnet. Vielleicht liegt es daran, dass ich deutlich jünger bin, aber mir kam das Buch wie aus einer völlig anderen Welt vor. Möglicherweise gelingt es Leser:innen, die selbst in den 1940 oder 1950er Jahren geboren wurden, eher, einen Zugang zu finden.
Obwohl das Buch mit 192 Seiten recht kurz ist, empfand ich die Lektüre als zäh. Die Autorin schildert viele Details aus ihrem Leben und ihrer Ehe, die für mich weder von Interesse waren noch mir irgendeinen Erkenntnisgewinn brachten. Gegen den Ehemann empfand ich bereits von Beginn an eine tiefe Abneigung. Der Schreibstil wirkt, nicht zuletzt durch das Fehlen von Namen, emotionslos und spröde, und ich muss leider sagen, dass mich dieses Buch überhaupt nicht erreichen konnte.
Christien Brinkgreve schildert reflektiert und mit schonungsloser Ehrlichkeit gegenüber sich selbst, wie sehr sie in ihrer Ehe mit dem Spagat zwischen Berufstätigkeit und Familie, dem Leben einer selbstbestimmten Frau und den Ansprüchen ihres Mannes an eine Ehefrau und Mutter zu kämpfen hatte. Ich fand es ernüchternd, dass sich eine hochgebildete Frau, die sich in intellektuellen Kreisen bewegt und sich beruflich mit den Beziehungen zwischen Männern und Frauen und der Überwindung tradierter Rollenbilder auseinandersetzt, immer wieder ihrem offenbar äußerst dominanten Ehemann unterordnet. Vielleicht liegt es daran, dass ich deutlich jünger bin, aber mir kam das Buch wie aus einer völlig anderen Welt vor. Möglicherweise gelingt es Leser:innen, die selbst in den 1940 oder 1950er Jahren geboren wurden, eher, einen Zugang zu finden.
Obwohl das Buch mit 192 Seiten recht kurz ist, empfand ich die Lektüre als zäh. Die Autorin schildert viele Details aus ihrem Leben und ihrer Ehe, die für mich weder von Interesse waren noch mir irgendeinen Erkenntnisgewinn brachten. Gegen den Ehemann empfand ich bereits von Beginn an eine tiefe Abneigung. Der Schreibstil wirkt, nicht zuletzt durch das Fehlen von Namen, emotionslos und spröde, und ich muss leider sagen, dass mich dieses Buch überhaupt nicht erreichen konnte.