Grosse Empfehlung
Ein sehr erwachsener, rückblickender, zutiefst selbstreflektierender Roman über Ehe, Verlust und Selbstfindung und die Frage, wer wir waren und wer wir ohne den anderen sind.
Christien Brinkgreve verarbeitet darin den Tod ihres Mannes und reflektiert ihre langjährige Ehe.
Nach dem Tod ihres Mannes A. räumt sie das gemeinsame Haus aus. Doch was wie eine äußere Handlung wirkt, wird zu einer inneren Bewegung. „Aufräumen war auch das Freilegen früherer Schichten." Genau darum geht es: Schicht um Schicht legt sie frei...Erinnerungen, Muster, Verletzungen, Sehnsüchte.
Ihr Mann litt unter schweren Depressionen.
Und gleichzeitig beschreibt sie Züge von Dominanz, von emotionaler Vereinnahmung, von einem Anspruch, dem sie kaum gerecht werden konnte. Eine Art narzisstische Kränkbarkeit, die jede Stimmung im Raum bestimmte. „Niemand kam gegen ihn an. Er war so dominant, durch seine Stimmungen, die messerscharfen Worte, seine Urteile."
Dieses Gefühl kenne ich persönlich sehr gut.
Dieses Ringen zwischen Für-jemanden-da-sein und sich selbst nicht verlieren. Dieses stille Aushalten. Dieses Denken, man könne retten, was vielleicht nicht zu retten ist und auch nicht gerettet werden will. Dieses Spannungsfeld zwischen Mitgefühl für seine Krankheit und der Erkenntnis, wie sehr sie selbst darunter litt, macht das Buch so erwachsen. So anders. Es ist kein Anklagen.
Es ist ein Verstehen. Und ein ehrliches Eingeständnis: Liebe allein heilt keine Krankheit und sie rechtfertigt keine Selbstaufgabe.
Ich empfehle diese Geschichte allen, die lange geliebt haben und sich darin vielleicht selbst ein Stück verloren haben. Frauen, die sich mit Beziehungsmustern, emotionaler Abhängigkeit, Depression und und der Verschiebung von Macht auseinandersetzen möchten.
Und besonders denen, die den Mut haben, ehrlich zurückzublicken, um sich selbst wiederzufinden. Große Empfehlung !!!
Christien Brinkgreve verarbeitet darin den Tod ihres Mannes und reflektiert ihre langjährige Ehe.
Nach dem Tod ihres Mannes A. räumt sie das gemeinsame Haus aus. Doch was wie eine äußere Handlung wirkt, wird zu einer inneren Bewegung. „Aufräumen war auch das Freilegen früherer Schichten." Genau darum geht es: Schicht um Schicht legt sie frei...Erinnerungen, Muster, Verletzungen, Sehnsüchte.
Ihr Mann litt unter schweren Depressionen.
Und gleichzeitig beschreibt sie Züge von Dominanz, von emotionaler Vereinnahmung, von einem Anspruch, dem sie kaum gerecht werden konnte. Eine Art narzisstische Kränkbarkeit, die jede Stimmung im Raum bestimmte. „Niemand kam gegen ihn an. Er war so dominant, durch seine Stimmungen, die messerscharfen Worte, seine Urteile."
Dieses Gefühl kenne ich persönlich sehr gut.
Dieses Ringen zwischen Für-jemanden-da-sein und sich selbst nicht verlieren. Dieses stille Aushalten. Dieses Denken, man könne retten, was vielleicht nicht zu retten ist und auch nicht gerettet werden will. Dieses Spannungsfeld zwischen Mitgefühl für seine Krankheit und der Erkenntnis, wie sehr sie selbst darunter litt, macht das Buch so erwachsen. So anders. Es ist kein Anklagen.
Es ist ein Verstehen. Und ein ehrliches Eingeständnis: Liebe allein heilt keine Krankheit und sie rechtfertigt keine Selbstaufgabe.
Ich empfehle diese Geschichte allen, die lange geliebt haben und sich darin vielleicht selbst ein Stück verloren haben. Frauen, die sich mit Beziehungsmustern, emotionaler Abhängigkeit, Depression und und der Verschiebung von Macht auseinandersetzen möchten.
Und besonders denen, die den Mut haben, ehrlich zurückzublicken, um sich selbst wiederzufinden. Große Empfehlung !!!