Karrenspuren des Patriarchats
Nach der Lektüre von Christien Brinkgreves Buch ist es vor allem dieses Bild, das sich mir eingeprägt hat: Wie eine Ehe sich am Ende auf so bedrückende Weise in den Karrenspuren des Patriarchats festgefahren hat, obwohl beide Partner intellektuelle, beruflich brillante und erfolgreiche Menschen sind, zudem bestens vertraut mit Psychologie, persönlicher Analyse und Therapie. Doch trotz allem gibt es über Jahre hinweg mehr Entfremdung statt Empathie, ist das Einzige, das hilft, um in dieser Ehe überhaupt zu überleben, sich eigene Freiräume zu schaffen. Zwei Menschen, zwei Welten, trotz aller Liebe kaum verbunden? Nein, das trifft es nicht, die Wahrheit liegt deutlich tiefer verborgen.
Mich hat die ehrliche Bestandsaufnahme der Autorin sehr beeindruckt. Schicht um Schicht legt sie frei, um zu verstehen, wie es zu dem kommen konnte, was war. Das übervolle Haus wird gleichzeitig Stück für Stück ausgeräumt und damit nach dem Tod ihres Ehemannes wieder heller, luftiger, freier. Am Ende ergeben die vielen Puzzleteilchen von Erinnerungen einen klareren Rückblick auf das Leben und die Vergangenheit mit A.
Es ist eine sprachlich eloquente Spurensuche, ein Ringen um Erklärungen und Verständnis, mitunter schmerzhaft, aber immer eindringlich klar. Christien Brinkgreve zeigt anhand ihrer eigenen Ehegeschichte auf, dass das Private wirklich politisch ist und wie sehr wir alle von den herrschenden Strukturen geprägt sind. Dieses Buch holt vieles davon ins Bewusstsein zurück und gerade deshalb finde ich es ungeheuer lesenswert. Die Lektüre macht außerdem Mut, sich unerschrockener den eigenen Lebensmustern zu widmen und nach Erklärungen zu suchen, die bisher vielleicht noch im Verborgenen liegen.
Mich hat die ehrliche Bestandsaufnahme der Autorin sehr beeindruckt. Schicht um Schicht legt sie frei, um zu verstehen, wie es zu dem kommen konnte, was war. Das übervolle Haus wird gleichzeitig Stück für Stück ausgeräumt und damit nach dem Tod ihres Ehemannes wieder heller, luftiger, freier. Am Ende ergeben die vielen Puzzleteilchen von Erinnerungen einen klareren Rückblick auf das Leben und die Vergangenheit mit A.
Es ist eine sprachlich eloquente Spurensuche, ein Ringen um Erklärungen und Verständnis, mitunter schmerzhaft, aber immer eindringlich klar. Christien Brinkgreve zeigt anhand ihrer eigenen Ehegeschichte auf, dass das Private wirklich politisch ist und wie sehr wir alle von den herrschenden Strukturen geprägt sind. Dieses Buch holt vieles davon ins Bewusstsein zurück und gerade deshalb finde ich es ungeheuer lesenswert. Die Lektüre macht außerdem Mut, sich unerschrockener den eigenen Lebensmustern zu widmen und nach Erklärungen zu suchen, die bisher vielleicht noch im Verborgenen liegen.