Rückblende
Trauerarbeit beginnt im Kopf und geht mitunter ins Ausmisten der Sachen des Verstorbenen über. Die Autorin Brinkgreve lässt ihre Protagonistin durch viele verschiedene Phasen der Trauer laufen. Schmerzhaft kommen verdrängte Erinnerungen wieder zu Tage. Die Ich-Erzählerin springt in ihren Erzählungen jedoch sehr zwischen Orte und Gedanken. Ihre kühle Reserviertheit war mir persönlich zu befremdlich. Manche Gedanken konnte und wollte ich nicht nachvollziehen und umso abstrakter wurden mir die Erzählung. Der Schreibstil der Autorin Brinkgreve ist versiert und gut lesbar, aber auch kühl und distanziert. Die Ehe der Ich-Erzählerin kommt in dieser Geschichte nicht gut weg und ich habe mich die ganze Zeit gefragt, warum sie nicht einen Schlussstrich zieht. Als Fazit lässt sich sagen, dass mich das Buch überhaupt nicht erreicht und berührt hat und ich es nur sehr eingeschränkt empfehlen kann. 3/5 Sterne