Soll das Liebe gewesen sein?
Die Autorin Christien Brinkgreve, emeritierte Professorin für Sozioligie, schildert in diesem Buch, wie sie versucht ihr Leben nach dem Tod ihres Mannes, der im Buch nur mit A. genannt wird, für mich schon seltsam zu lesen, wenn es in den darauffolgenden Seiten nur um ihre Liebe und Sehnsucht geht.
Der Versuch beginnt damit, Ordnung in ein zugestelltes und verwahrlostes Haus zu bringen, in dem das Ehepaar gewohnt hat und nachdem die Söhne ausgezogen sind immer muffiger wurde, wie auch die Ehe, und Papier und Dinge enthielt, die zu Lebzeiten aus bestimmten Gründen nie aussortiert wurden. Das hatte mich anfangs interessiert zu erfahren, auch das Cover fand ich ansprechend, das war es dann aber auch, wie ich während des weiteren Lesens feststellte.
Bei jedem Gegenstand, den die Autorin in die Hand nimmt, kommen Erinnerungen an das erste Kennenlernen und die ersten Jahre. A. war noch verheiratet, als sie sich kennenlernten und bewunderte ihre Arbeit. Er selbst war ein sehr erfolgreicher Journalist. Dieses Gefühl verflüchtigte sich jedoch, nachdem die Söhne auf die Welt kamen und die Autorin ihre eigene akademische Karriere vorantrieb, denn nun fühlte sich A. zurückgesetzt und die schwierige Zeit begann.....
Sehr ausführlich und langatmig beschreibt die Autorin, wie sie die Sehnsucht nach ernsthafter Beziehung nie aufgegeben hat, was sich mir dennoch aufgrund der merkwürdigen Abkürzung des Namens nicht wirklich erschließt und der Leser wird auf ihre innere Reise der Aufarbeitung ihrer Familiengeschichte mit hineingenommen. A. hat versucht seine Familiengeschichte in Form eines Buches aufzuarbeiten, doch die Trauer um Mutter und Schwester konnte er bis zum Ende nicht loslassen. Er blieb bis zum Schluss in seinem Trauma hängen.
Nach der Pensionierung spitzte sich die Lage zu, die Kommunikation fand im gleichen Haus per Mail in verschiedenen Zimmern statt und wurde von seiner Seite ruppiger und verletzender. Immer wieder verlor sich die Autorin in Beschreibungen ihres Innenlebens, das Haus wurde etwas ordentlicher, sie nahm es mehr für sich ein, doch er lebte immer noch dort. Insgesamt ist immer wieder zu lesen, dass sie sich bis heute Beziehung zu ihm wünscht und ich hätte ihr gerne mal während des Lesens zugesprochen, dass kein irdischer Partner den inneren Mangel ausfüllen kann. So ging es mühsam weiter und sie versuchte dafür Erklärungen zu finden und dennoch den Feminismus zu leben, ab diesem Zeitpunkt war ich raus. Das Lesen dieses Buches fand ich erschöpfend und keineswegs hilfreich und tröstend. Ich war erleichtert, als ich es endlich beenden konnte.
Der Versuch beginnt damit, Ordnung in ein zugestelltes und verwahrlostes Haus zu bringen, in dem das Ehepaar gewohnt hat und nachdem die Söhne ausgezogen sind immer muffiger wurde, wie auch die Ehe, und Papier und Dinge enthielt, die zu Lebzeiten aus bestimmten Gründen nie aussortiert wurden. Das hatte mich anfangs interessiert zu erfahren, auch das Cover fand ich ansprechend, das war es dann aber auch, wie ich während des weiteren Lesens feststellte.
Bei jedem Gegenstand, den die Autorin in die Hand nimmt, kommen Erinnerungen an das erste Kennenlernen und die ersten Jahre. A. war noch verheiratet, als sie sich kennenlernten und bewunderte ihre Arbeit. Er selbst war ein sehr erfolgreicher Journalist. Dieses Gefühl verflüchtigte sich jedoch, nachdem die Söhne auf die Welt kamen und die Autorin ihre eigene akademische Karriere vorantrieb, denn nun fühlte sich A. zurückgesetzt und die schwierige Zeit begann.....
Sehr ausführlich und langatmig beschreibt die Autorin, wie sie die Sehnsucht nach ernsthafter Beziehung nie aufgegeben hat, was sich mir dennoch aufgrund der merkwürdigen Abkürzung des Namens nicht wirklich erschließt und der Leser wird auf ihre innere Reise der Aufarbeitung ihrer Familiengeschichte mit hineingenommen. A. hat versucht seine Familiengeschichte in Form eines Buches aufzuarbeiten, doch die Trauer um Mutter und Schwester konnte er bis zum Ende nicht loslassen. Er blieb bis zum Schluss in seinem Trauma hängen.
Nach der Pensionierung spitzte sich die Lage zu, die Kommunikation fand im gleichen Haus per Mail in verschiedenen Zimmern statt und wurde von seiner Seite ruppiger und verletzender. Immer wieder verlor sich die Autorin in Beschreibungen ihres Innenlebens, das Haus wurde etwas ordentlicher, sie nahm es mehr für sich ein, doch er lebte immer noch dort. Insgesamt ist immer wieder zu lesen, dass sie sich bis heute Beziehung zu ihm wünscht und ich hätte ihr gerne mal während des Lesens zugesprochen, dass kein irdischer Partner den inneren Mangel ausfüllen kann. So ging es mühsam weiter und sie versuchte dafür Erklärungen zu finden und dennoch den Feminismus zu leben, ab diesem Zeitpunkt war ich raus. Das Lesen dieses Buches fand ich erschöpfend und keineswegs hilfreich und tröstend. Ich war erleichtert, als ich es endlich beenden konnte.