Eine Geschichte mit Tiefgang.

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lillie-sophie Avatar

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„Ein weites Leben“ von M.L. Stedman hat mich mit seiner Thematik überrascht. Ich habe ein bisschen gebraucht bis ich in der Geschichte drin war, aber am Ende konnte es mich doch packen und wird sicherlich noch einige Zeit nachhallen.

Die Geschichte um die MacBrides ist keine leichte Kost. Und hat einige Wendungen genommen, die ich so nicht habe kommen sehen. Zuerst wusste ich nicht, wie ich das Geschehen verpacken sollte. Am Ende ist es eine Vergesserung, wie es passend in dem Buch beschrieben wird. Man leidet mit den Protagonisten mit, insbesondere natürlich der Familie MacBride. Am allermeisten hat es mir allerdings der kleine Andy angetan und ich habe sehr mit dem kleinen Jungen gelitten.

Aber auch viele Nebenfiguren sind einem ans Herz gewachsen. M.L. Stedman hat einen leicht wehmütigen Schreibstil, der ohne viel Schnörkel auskommt. Trotzdem nimmt die Geschichte einen nach und nach immer mehr gefangen. So viel Leid und Schmerz und Schuld, es war manchmal schon fast zu schwer. Aber am Ende wurde es gut gelöst, anders als erwartet, aber doch passend zu dieser besonderen Geschichte.

„Ein weites Leben“ von M.L. Stedman ist kein leichter Familienroman, sondern eine Tragödie mit Tiefgang, unerwarteten Wendungen und vielschichtigen Charakteren. Man braucht seine Zeit um warm zu werden mit der Geschichte, aber das dran bleiben lohnt sich.