Sehr berührende Geschichte

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ann-liest Avatar

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Dieses tolle Buch hat mich vom ersten Kapitel an in seinen Bann gezogen. Die vielen interessanten und gut ausgearbeiteten Charaktere haben es mir besonders angetan. Vor allem die sehr berührende und tragische Lebensgeschichte des jungen Matt lässt einen nicht los und bis zum Ende mitfiebern. Aber auch die lebhafte Beschreibung des harten Lebens auf einer australischen Schaffarm und des Bergbaus in den 1950er und den folgenden Jahren waren sehr bereichernd.

Alleine die bildhafte Beschreibung der Landschaft und der unvorstellbaren Weite Australiens sowie die schiere Größe der Farmen waren sehr beeindruckend. Das Leben der Menschen zu der damaligen Zeit mit all den gesellschaftlichen Zwängen und Vorbehalten wurde schön aufgezeigt. Aber auch das der Farmer, die Bedeutung der Wolle für Australien und der Abbau von Mineralien und Gestein aus den Böden - wie zum Beispiel in den australischen Asbest-Minen - fand ich wahnsinnig interessant und mit dem heutigen Wissen auch etwas beängstigend.

Die Autorin hat recht viel mit Zeitsprüngen gearbeitet, die teilweise in den Text eingearbeitet wurden - mir hat das keine Schwierigkeiten gemacht, aber man muss sich darauf einlassen. Ich mag solche Rückblenden immer sehr gerne, da sie mir einen tieferen Einblick in das Leben der Charaktere ermöglichen. Insgesamt hat sie einen tollen Stil und erzählt, dem Setting angemessen, sehr unaufgeregt und mit Ruhe.

Dennoch ist das Buch von Anfang bis Ende sehr spannend. Es hat mich auch mit seiner Authentizität sehr begeistert, denn ich hatte wirklich das Gefühl, ein wahres Leben mit all seiner Tragik aber auch Hoffnung zu verfolgen. Dazu gehörte auch, dass einige Wendungen und Entwicklungen mich wirklich überrascht haben.

Von meiner Seite gibt es hier auf jeden Fall eine Leseempfehlung!