Tragisch, berührend, tiefgehend
Australien in den fünfziger Jahren. Die drei Männer der Familie Macbride sind mit ihrem Auto unterwegs, als ihnen ein Känguru in den Weg springt. Zwei der drei Insassen verunglücken tödlich. Einzig der jüngere Sohn Matthhew überlebt schwer verletzt. Nach einer langen Phase der Regeneration kehrt er nach Hause zurück. Doch kaum angekommen, geschieht bereits das nächste Unglück. Und sein Leben gerät endgültig aus den Fugen. Die ganze Familie steht vor der Aufgabe in einen geregelten Alltag zurückzukehren und muss dabei nicht nur eine Herausforderung bewältigen.
"Ein weites Leben" ist ein Buch welches definitiv keine leichte Kost ist und noch eine Weile in mir nachhallen wird. Bevor ich mit dem Lesen angefangen habe, wusste ich natürlich durch den Klappentext, dass mich auf jeden Fall eine tragische Geschichte erwartet, die mich mitnehmen und berühren wird. Dass sie aber meine Vorstellungen bei weitem übersteigen wird, damit habe ich ehrlich gesagt nicht gerechnet. Es gibt vor allem ein sehr einschneidendes Ereignis, welches mich wirklich schockiert und nachhaltig bewegt hat. Ich war mir lange Zeit nicht sicher, wie ich zu diesem Ereignis stehe, finde aber dass es recht gut in die Geschichte eingebettet wurde. Man hätte allerdings noch etwas mehr zu eventuellen Hintergründen sagen können. Ich kann an dieser Stelle nicht mehr dazu sagen, sonst würde ich spoilern, aber, diejenigen, die das Buch gelesen habe, wissen vermutlich, was ich meine.
Zu Beginn der Geschichte habe ich mich ehrlicherweise etwas schwer getan. Das Setting Australien, die Zeit in den fünfziger Jahren, die vielen Personen. Das alles zusammengenommen hat mir den Einstieg nicht ganz so leicht gemacht. Zudem gibt es recht viele Zeitsprünge in die verschiedensten Richtungen, die mir ebenfalls etwas den Lesefluss genommen haben. Doch mit der Zeit gewöhnte ich mich an die Art der Autorin. An ihre Schreibweise, an ihre Art Geschichten zu erzählen, Und sobald ich drin war in der Geschichte, flogen die Seiten tatsächlich nur so dahin.
Die Geschichte ist fast über die komplette Zeit extrem packend. Die tragischen Ereignisse sind auf ihre Art fesselnd, berührend und mitnehmend. Immer wieder das kleine Pflänzchen Hoffnung zwischendurch, welches Licht in die Geschichte bring. Das Buch schaffte es extrem mit meinen Emotionen zu spielen. Die Autorin legt ihren Finger genau dahin, wo es richtig wehtut. Sie schon weder ihre Protagonisten, noch uns Leser. Auch vor Tabus macht sie keinen Halt. Und genau das macht das Buch so besonders. Tatsächlich würde ich es aber gar nicht so schlecht finden, wenn das Buch auch Triggerwarnungen hätte, da es stellenweise wirklich heftig ist.
Die Protagonisten mochte ich auch sehr gerne. Einzig die vielen Nebencharaktere hätten nicht unbedingt sein müssen. Das waren für meinen Geschmack etwas zu viele. Und bei manchen wäre es für die Geschichte nicht so schlimm gewesen, wenn es sie nicht gegeben hätte. Sie haben zum Verlauf nicht so viel beigetragen und mich mit ihrer Einführung eher mehr verwirrt, weil ich dachte, dass sie eine bedeutende Rolle spielen müssen.
Ich habe die Geschichte tatsächlich sehr gerne gelesen und so mit den Figuren mitgelitten. Auch das Setting Australien konnte ich mich letztendlich extrem überzeugen. Ich habe wahnsinnig viel über Schafbauern und die Landwirtschaft in den Fünfzigern in Australien gelernt. Geschichtlich ist das Buch für mich ein ganz besonderes Highlight.
Das Ende hätte ich mir ein bisschen anders gewünscht bzw. vorgestellt. Ich hatte gehofft, dass es nochmal einen Plott-Twist gibt, der aber ausgeblieben ist. Das Ende ist trotz allem stimmig und passt so auch sehr gut zum Verlauf, aber ich hätte mich auch gefreut, wenn es am Ende nochmal eine Überraschung gegeben hätte.
Ich kann mir durchaus vorstellen, dass das Buch nicht für jeden Leser geeignet ist. Die besonders Erzählweise passt vermutlich nicht zu jedem . Wer aber gerne eine gut geschriebene, wunderbar erzählte Geschichte mit Tiefgang lesen möchte, die sicherlich auch einige sehr schwere Kapitel enthält, ist hier genau richtig. Von mir gibt es auf jeden Fall eine Empfehlung!
"Ein weites Leben" ist ein Buch welches definitiv keine leichte Kost ist und noch eine Weile in mir nachhallen wird. Bevor ich mit dem Lesen angefangen habe, wusste ich natürlich durch den Klappentext, dass mich auf jeden Fall eine tragische Geschichte erwartet, die mich mitnehmen und berühren wird. Dass sie aber meine Vorstellungen bei weitem übersteigen wird, damit habe ich ehrlich gesagt nicht gerechnet. Es gibt vor allem ein sehr einschneidendes Ereignis, welches mich wirklich schockiert und nachhaltig bewegt hat. Ich war mir lange Zeit nicht sicher, wie ich zu diesem Ereignis stehe, finde aber dass es recht gut in die Geschichte eingebettet wurde. Man hätte allerdings noch etwas mehr zu eventuellen Hintergründen sagen können. Ich kann an dieser Stelle nicht mehr dazu sagen, sonst würde ich spoilern, aber, diejenigen, die das Buch gelesen habe, wissen vermutlich, was ich meine.
Zu Beginn der Geschichte habe ich mich ehrlicherweise etwas schwer getan. Das Setting Australien, die Zeit in den fünfziger Jahren, die vielen Personen. Das alles zusammengenommen hat mir den Einstieg nicht ganz so leicht gemacht. Zudem gibt es recht viele Zeitsprünge in die verschiedensten Richtungen, die mir ebenfalls etwas den Lesefluss genommen haben. Doch mit der Zeit gewöhnte ich mich an die Art der Autorin. An ihre Schreibweise, an ihre Art Geschichten zu erzählen, Und sobald ich drin war in der Geschichte, flogen die Seiten tatsächlich nur so dahin.
Die Geschichte ist fast über die komplette Zeit extrem packend. Die tragischen Ereignisse sind auf ihre Art fesselnd, berührend und mitnehmend. Immer wieder das kleine Pflänzchen Hoffnung zwischendurch, welches Licht in die Geschichte bring. Das Buch schaffte es extrem mit meinen Emotionen zu spielen. Die Autorin legt ihren Finger genau dahin, wo es richtig wehtut. Sie schon weder ihre Protagonisten, noch uns Leser. Auch vor Tabus macht sie keinen Halt. Und genau das macht das Buch so besonders. Tatsächlich würde ich es aber gar nicht so schlecht finden, wenn das Buch auch Triggerwarnungen hätte, da es stellenweise wirklich heftig ist.
Die Protagonisten mochte ich auch sehr gerne. Einzig die vielen Nebencharaktere hätten nicht unbedingt sein müssen. Das waren für meinen Geschmack etwas zu viele. Und bei manchen wäre es für die Geschichte nicht so schlimm gewesen, wenn es sie nicht gegeben hätte. Sie haben zum Verlauf nicht so viel beigetragen und mich mit ihrer Einführung eher mehr verwirrt, weil ich dachte, dass sie eine bedeutende Rolle spielen müssen.
Ich habe die Geschichte tatsächlich sehr gerne gelesen und so mit den Figuren mitgelitten. Auch das Setting Australien konnte ich mich letztendlich extrem überzeugen. Ich habe wahnsinnig viel über Schafbauern und die Landwirtschaft in den Fünfzigern in Australien gelernt. Geschichtlich ist das Buch für mich ein ganz besonderes Highlight.
Das Ende hätte ich mir ein bisschen anders gewünscht bzw. vorgestellt. Ich hatte gehofft, dass es nochmal einen Plott-Twist gibt, der aber ausgeblieben ist. Das Ende ist trotz allem stimmig und passt so auch sehr gut zum Verlauf, aber ich hätte mich auch gefreut, wenn es am Ende nochmal eine Überraschung gegeben hätte.
Ich kann mir durchaus vorstellen, dass das Buch nicht für jeden Leser geeignet ist. Die besonders Erzählweise passt vermutlich nicht zu jedem . Wer aber gerne eine gut geschriebene, wunderbar erzählte Geschichte mit Tiefgang lesen möchte, die sicherlich auch einige sehr schwere Kapitel enthält, ist hier genau richtig. Von mir gibt es auf jeden Fall eine Empfehlung!