Das Buch begeistert mich

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maya rottenmeier Avatar

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Um was es geht:
Ella soll sich sechs Monate um das Cottage ihrer verreisten Patentante Magda kümmern und wird dabei vor einige Herausforderungen gestellt. Normalerweise lebt sie im hektischen London und die Funktionsweise einer intakten Dorfgemeinschaft fordert sie auf verschiedene Ebenen heraus. Devon, der Sohn des örtlichen Tierarztes stellt sie vor so manches Rätsel und ihr Start ist nicht gerade positiv, dennoch schlägt ihr Herz aus unverständlichen Gründen rasch schneller, wenn er in ihrer Nähe ist.

Die Umsetzung:
Ella kommt zu Tess, einen braunen Labrador, wie die Jungfrau Maria zu ihrem Kind. Ihre Eltern drücken der verdutzen Illustratorin Näpfe, Decke und Leine in die Hand, um sie im nächsten Moment mit ihr alleine zulassen. Ein Hund passt so gar nicht in ihren Alltag und überhaupt hadert Ella mit ihrem Leben. Die Beziehungspause zu ihrem Freund drückt im Magen und ihre Kreativität lässt auf sich warten.

Der Einstieg ist genial:
In Wilsgrave, einem ruhigen Dorf, etwa eine Stunde Autofahrt von London entfernt, versucht sie ihren Kopf freizubekommen, doch stattdessen treibt sie der Hund von einer Katastrophe in die nächste. Ich darf immer wieder lachen, auch wenn mir Ella ab und an leidtut. Sie hat null Hundeerfahrung und ein Labrador verfügt über einige Eigenheiten, die man kennen sollte.

Was für ein Talent:
In Ellas entzückende Mäusefamilie habe ich mich schlagartig verliebt und wie Caplin die kreativen Entstehungsmomente beschreibt, liest sich nahezu magisch. Vor meinen Augen beginnen die Cartoonfiguren zu tanzen, sich zu zanken, gemeinsam zu kuscheln und einfach unwiderstehlich süß auszusehen.

So süchtig machend:
Die Handlungsfäden werden geschickt zusammengeführt und die zarten Bande zwischen Devon (32) und Tess (29) entwickeln sich langsam, was unbedingt so gehört. Beide kämpfen mit den Geistern der Vergangenheit und stellen sich dabei unterschiedlich durchsetzungsfähig an. Ich liebe diese Entwicklung. Ella ist eine starke Persönlichkeit, wirkt aber nie drüber oder verdrängend den anderen Charakteren gegenüber. Devon hat sich mit seinem ersten Auftritt in mein Herz geschlichen, auch wenn er dabei nicht charmant rüberkommt. Alle Nebenfiguren brillieren und die Protagonisten des 2. Bandeswerden mir vorgestellt. Ich kann dieses Buch kaum erwarten.

Mein Fazit:
„Ein Zuhause im Frühling“ ist ein absolutes Wohlfühlbuch. Es erstaunt mich immer wieder, mit welcher Leichtigkeit mich die Autorin mit ihren Büchern abholt und mich für die komplette Lesezeit den Alltag vergessen lässt. Das geniale Setting, die bezaubernden Vierbeiner und die unwiderstehlichen Charaktere bilden eine Symbiose, die mein Herz glücklich macht. Tess ist Illustratorin, die ihre Kreativität verloren hat, und Devon unterstützt als Tierarzt seinen Vater und muss sich dabei klar werden, wie sein Leben weitergehen soll. Beide stehen an einem Scheidepunkt und mittendrin wirbeln das Leben und die Hündin Tess alles gehörig durcheinander. Diesen Lesegenuss solltest du dir nicht entgehen lassen.

Von mir erhält „Ein Zuhause im Frühling“ 5 begeisterte Sterne von 5 und eine absolute und unbedingte Leseempfehlung.