Hauptstadtmädchen auf dem Dorf
„Ein Zuhause im Frühling“ heißt der erste Band der neuen Country-Escapes-Reihe von Julie Caplin.
Ella steckt in der Krise: sowohl in ihrer Beziehung als auch bei ihrer Arbeit als Illustratorin läuft momentan nichts wie gewünscht. Eine Auszeit im Cottage ihrer verreisten Patentante im dörflichen Wilsgrave kommt der Londoner Künstlerin daher gerade recht. Doch kaum ist Ella angekommen, muss sie erkennen, dass die ersehnte Ruhe und Einsamkeit in weite Ferne rücken. Labrador Tess, eine unangekündigte Mitbewohnerin, stellt Ella vor große Herausforderungen und sorgt für einen unangenehmen Zusammenstoß mit dem eigentlich ganz attraktiven aber ziemlich grummeligen Tierarzt Devon. Auch die anderen Dorfbewohner haben einige Ansprüche und Forderungen an ihre neue Nachbarin.
Das dunkelorangefarbene Cover sieht einladend aus, gibt aber nur wenig über den Inhalt preis. Lediglich mit dem kleinen schwarzen Labrador wird schon eine der Hauptfiguren aufgegriffen.
Julie Caplin schreibt gewohnt flüssig und atmosphärisch, was den Roman zu einem echten Pageturner macht. Thematisch wird es nicht allzu anspruchsvoll und ist im Großen und Ganzen eher in die Kategorie leichte, romantische Unterhaltungslektüre einzuordnen – aber ein schöner Feel-Good-Roman hat schließlich auch seine Berechtigung. Sehr herzlich und voller liebenswert-schrulliger Eigenheiten werden die Dorfbewohner von Caplin dargestellt. Überhaupt ist das Dorfleben mit seinen Besonderheiten stark eingefangen und hinterlässt beim Lesen immer wieder ein Schmunzeln im Gesicht - vor allem in den zahlreichen ziemlich grotesken ‚Hauptstadtmädchen auf dem Dorf-Momenten‘.
Die beiden Protagonisten wirken mit ihren kleinen und größeren Marotten ziemlich authentisch und sympathisch: Ella sieht sich eigentlich als echten Großstadtmenschen und zieht sich nur in die vermeintliche Einsamkeit nach Wilsgrave zurück, um über einen persönlichen Schicksalsschlag hinwegzukommen. Anfangs betrachtet sie die Dorfbewohner noch ziemlich von oben herab und ist mit dem unfreiwilligen Hundesitting nicht nur hoffnungslos überfordert, sondern diesem auch äußerst abgeneigt. Übrigens unverantwortlich von Ellas Eltern ihr Hund Tess einfach so auf’s Auge zu drücken. Mit der Zeit findet Ella aber doch Gefallen an Tess, der aufdringlichen selbsternannten Freundin Bets und integriert sich überraschend schnell ins Dorfleben. Doch gerade als sie künstlerisch einen neuen Weg einschlägt und in Tierarzt Devon überraschend mehr als nur einen Vertrauten findet, muss sie schmerzlich ihre eigene Naivität erkennen. Devon stammt aus Wilsgrave und hat vorübergehend die Tierarztpraxis seines Vaters übernommen. Er fühlt sich von den elterlichen Wünschen und den Geldsorgen, die eine Trennung von seiner Freundin mit sich bringt unter Druck gesetzt und erheblich in seinem Stolz verletzt. Mit Ella hatte er einen denkbar schlechten Start. Nach und nach lernt er sie jedoch nicht nur als gute Freundin zu schätzen. Trotzdem kommt ihre Hilfe für ihn einem Angriff gleich und schließlich wollen beide auf keinen Fall in Wilsgrave bleiben und unabhängig ihren eigenen Weg gehen. Neben Hündin Tess ist auch Ellas Patentante Magda eine zentrale Figur. Sie glänzt trotz ihrer durchgängigen Abwesenheit mit großer Präsenz und lenkt mit zahlreichen spirituellen Nachrichten, Geschenken und Anweisungen maßgeblich die Geschicke ihrer Patentochter. Sicherlich lernt man sie in den folgenden Romanen der Country-Escapes-Reihe auch noch persönlich kennen und erfährt, wie es mit der so unglückseligen Beziehung zwischen Bets und Devons Bruder Jack weitergeht.
Insgesamt ist „Ein Zuhause im Frühling“ ein wunderbarer Feel-Good-Roman, der mit Humor und Romantik in dörflicher Idylle besticht und auch Hundefreunde absolut ansprechen dürfte. Die perfekte Lektüre zur Entspannung zwischendurch oder den Urlaub.
Ella steckt in der Krise: sowohl in ihrer Beziehung als auch bei ihrer Arbeit als Illustratorin läuft momentan nichts wie gewünscht. Eine Auszeit im Cottage ihrer verreisten Patentante im dörflichen Wilsgrave kommt der Londoner Künstlerin daher gerade recht. Doch kaum ist Ella angekommen, muss sie erkennen, dass die ersehnte Ruhe und Einsamkeit in weite Ferne rücken. Labrador Tess, eine unangekündigte Mitbewohnerin, stellt Ella vor große Herausforderungen und sorgt für einen unangenehmen Zusammenstoß mit dem eigentlich ganz attraktiven aber ziemlich grummeligen Tierarzt Devon. Auch die anderen Dorfbewohner haben einige Ansprüche und Forderungen an ihre neue Nachbarin.
Das dunkelorangefarbene Cover sieht einladend aus, gibt aber nur wenig über den Inhalt preis. Lediglich mit dem kleinen schwarzen Labrador wird schon eine der Hauptfiguren aufgegriffen.
Julie Caplin schreibt gewohnt flüssig und atmosphärisch, was den Roman zu einem echten Pageturner macht. Thematisch wird es nicht allzu anspruchsvoll und ist im Großen und Ganzen eher in die Kategorie leichte, romantische Unterhaltungslektüre einzuordnen – aber ein schöner Feel-Good-Roman hat schließlich auch seine Berechtigung. Sehr herzlich und voller liebenswert-schrulliger Eigenheiten werden die Dorfbewohner von Caplin dargestellt. Überhaupt ist das Dorfleben mit seinen Besonderheiten stark eingefangen und hinterlässt beim Lesen immer wieder ein Schmunzeln im Gesicht - vor allem in den zahlreichen ziemlich grotesken ‚Hauptstadtmädchen auf dem Dorf-Momenten‘.
Die beiden Protagonisten wirken mit ihren kleinen und größeren Marotten ziemlich authentisch und sympathisch: Ella sieht sich eigentlich als echten Großstadtmenschen und zieht sich nur in die vermeintliche Einsamkeit nach Wilsgrave zurück, um über einen persönlichen Schicksalsschlag hinwegzukommen. Anfangs betrachtet sie die Dorfbewohner noch ziemlich von oben herab und ist mit dem unfreiwilligen Hundesitting nicht nur hoffnungslos überfordert, sondern diesem auch äußerst abgeneigt. Übrigens unverantwortlich von Ellas Eltern ihr Hund Tess einfach so auf’s Auge zu drücken. Mit der Zeit findet Ella aber doch Gefallen an Tess, der aufdringlichen selbsternannten Freundin Bets und integriert sich überraschend schnell ins Dorfleben. Doch gerade als sie künstlerisch einen neuen Weg einschlägt und in Tierarzt Devon überraschend mehr als nur einen Vertrauten findet, muss sie schmerzlich ihre eigene Naivität erkennen. Devon stammt aus Wilsgrave und hat vorübergehend die Tierarztpraxis seines Vaters übernommen. Er fühlt sich von den elterlichen Wünschen und den Geldsorgen, die eine Trennung von seiner Freundin mit sich bringt unter Druck gesetzt und erheblich in seinem Stolz verletzt. Mit Ella hatte er einen denkbar schlechten Start. Nach und nach lernt er sie jedoch nicht nur als gute Freundin zu schätzen. Trotzdem kommt ihre Hilfe für ihn einem Angriff gleich und schließlich wollen beide auf keinen Fall in Wilsgrave bleiben und unabhängig ihren eigenen Weg gehen. Neben Hündin Tess ist auch Ellas Patentante Magda eine zentrale Figur. Sie glänzt trotz ihrer durchgängigen Abwesenheit mit großer Präsenz und lenkt mit zahlreichen spirituellen Nachrichten, Geschenken und Anweisungen maßgeblich die Geschicke ihrer Patentochter. Sicherlich lernt man sie in den folgenden Romanen der Country-Escapes-Reihe auch noch persönlich kennen und erfährt, wie es mit der so unglückseligen Beziehung zwischen Bets und Devons Bruder Jack weitergeht.
Insgesamt ist „Ein Zuhause im Frühling“ ein wunderbarer Feel-Good-Roman, der mit Humor und Romantik in dörflicher Idylle besticht und auch Hundefreunde absolut ansprechen dürfte. Die perfekte Lektüre zur Entspannung zwischendurch oder den Urlaub.