Solider Roman
„Ein Zuhause im Frühling“ als Liebesgeschichte im ländlichen Setting zu bezeichnen, finde ich ein wenig schwierig, denn dieser Roman ist viel mehr: Eine Geschichte, die davon erzählt, sich und sein Herz erneut zu öffnen. Nach Verletzungen wieder zu sich zu finden und sich damit auch auf eine neue Liebe einzulassen.
Dies geht aus dem Cover gar nicht so sehr hervor und doch gefällt es mir optisch erstmal sehr gut. Allerdings sieht es den Covern der „Romantic Escapes“ Reihe der Autorin sehr ähnlich und ich hätte mir für eine neue Reihe vielleicht eine klarere Trennung gewünscht.
Die Umsetzung der Geschichte und des Themas ist nett gemacht. Hier gibt es viele Dinge, die gut gemacht und gut umgesetzt wurden: Die Beschreibungen von Kunst und dem kunstschaffenden Prozess ergänzen die Geschichte gut und runden sie ab. Auch lockern viele lustige Momente den Roman auf angenehme Weise auf.
Doch insgesamt ist die Erzählung leider auch sehr voraussehbar und birgt wenig Überraschungen. Dies tut dem Ambiente aber keinen Abbruch, wenn man sich daran nicht stört.
Auch gab es beim Lesen einige Momente der Irritation, da einige Elemente in meinen Augen nicht zu dem Rest der Geschichte passten.
Ich bin kein Fan von künstlich produziertem Drama, um Spannung zu erzeugen, und war anfangs positiv überrascht von dem Roman, da Probleme schnell angesprochen wurden. Zum Ende hin hat dies aber leider ein wenig nachgelassen, was zumindest mein Leseerlebnis ein wenig getrübt hat.
Dies wird jedoch durch den tollen Schreibstil der Autorin quasi wieder wett gemacht. So greife ich primär wegen ihres Schreibstils immer wieder zu den Büchern von Julie Caplin. Die Werke lassen sich entspannt weg lesen, ohne dass die Sprache platt wäre. Dazu kommt eine sehr malerische Bildsprache, die die Vorstellungskraft gut unterstützt.
Auch mit den Figuren hatte ich zum Teil meine Schwierigkeiten. Auf der einen Seite gibt es ganz wunderbare Nebencharaktere, die mir zusammen mit der Hündin Tess beim Lesen sehr ans Herz gewachsen sind. Auf der anderen Seite konnte ich manche Figuren einfach nicht greifen.
Und auch mit den Hauptfiguren habe ich mich (zu Beginn des Romans) schwer getan: Während der Protagonist mir ein bisschen zu perfekt gezeichnet war, fand ich die Protagonistin ein bisschen zu wankelmütig und fand ihre Gefühlsumsprünge anstrengend, so dass ich mit dem Paar nicht ganz warm geworden bin. Auf der anderen Seite könnte man natürlich auch argumentieren, dass sie genau das authentisch macht. Und ich will ihnen auch du positive Entwicklung im Verlauf des Romans nicht absprechen.
Was mich allerdings gestört hat, ist, dass der Protagonist häufig als „Ritter in glänzender Rüstung“ aufgetreten ist und die Protagonistin aus unterschiedlichsten Situationen „gerettet“ hat. Dies ist allerdings auch ein persönliches Empfinden, dass ich das dadurch vermittelte Frauenbild nicht mag.
Interessant wurde das Buch jedoch gerade durch das ländliche Setting und die Vielfalt der unterschiedlichen Menschen, die dort leben, was meiner Meinung nach gut dargestellt wurde.
Allerdings habe ich hier ein wenig die Beschreibung unterschiedlicher Orte vermisst, wie man es aus den Romanen der „Romantic Escapes“ Reihe kennt.
Fazit:
Trotz einiger kleiner Schwächen ist dies ein solider Roman, der wichtige Themen aufgreift und Lust auf den Frühling macht.
Ich würde durchaus eine Leseempfehlung aussprechen, wenn man kein Problem mit Vorhersehbarkeit und einer gewissen „Ritterlichkeit“ hat.
Dies geht aus dem Cover gar nicht so sehr hervor und doch gefällt es mir optisch erstmal sehr gut. Allerdings sieht es den Covern der „Romantic Escapes“ Reihe der Autorin sehr ähnlich und ich hätte mir für eine neue Reihe vielleicht eine klarere Trennung gewünscht.
Die Umsetzung der Geschichte und des Themas ist nett gemacht. Hier gibt es viele Dinge, die gut gemacht und gut umgesetzt wurden: Die Beschreibungen von Kunst und dem kunstschaffenden Prozess ergänzen die Geschichte gut und runden sie ab. Auch lockern viele lustige Momente den Roman auf angenehme Weise auf.
Doch insgesamt ist die Erzählung leider auch sehr voraussehbar und birgt wenig Überraschungen. Dies tut dem Ambiente aber keinen Abbruch, wenn man sich daran nicht stört.
Auch gab es beim Lesen einige Momente der Irritation, da einige Elemente in meinen Augen nicht zu dem Rest der Geschichte passten.
Ich bin kein Fan von künstlich produziertem Drama, um Spannung zu erzeugen, und war anfangs positiv überrascht von dem Roman, da Probleme schnell angesprochen wurden. Zum Ende hin hat dies aber leider ein wenig nachgelassen, was zumindest mein Leseerlebnis ein wenig getrübt hat.
Dies wird jedoch durch den tollen Schreibstil der Autorin quasi wieder wett gemacht. So greife ich primär wegen ihres Schreibstils immer wieder zu den Büchern von Julie Caplin. Die Werke lassen sich entspannt weg lesen, ohne dass die Sprache platt wäre. Dazu kommt eine sehr malerische Bildsprache, die die Vorstellungskraft gut unterstützt.
Auch mit den Figuren hatte ich zum Teil meine Schwierigkeiten. Auf der einen Seite gibt es ganz wunderbare Nebencharaktere, die mir zusammen mit der Hündin Tess beim Lesen sehr ans Herz gewachsen sind. Auf der anderen Seite konnte ich manche Figuren einfach nicht greifen.
Und auch mit den Hauptfiguren habe ich mich (zu Beginn des Romans) schwer getan: Während der Protagonist mir ein bisschen zu perfekt gezeichnet war, fand ich die Protagonistin ein bisschen zu wankelmütig und fand ihre Gefühlsumsprünge anstrengend, so dass ich mit dem Paar nicht ganz warm geworden bin. Auf der anderen Seite könnte man natürlich auch argumentieren, dass sie genau das authentisch macht. Und ich will ihnen auch du positive Entwicklung im Verlauf des Romans nicht absprechen.
Was mich allerdings gestört hat, ist, dass der Protagonist häufig als „Ritter in glänzender Rüstung“ aufgetreten ist und die Protagonistin aus unterschiedlichsten Situationen „gerettet“ hat. Dies ist allerdings auch ein persönliches Empfinden, dass ich das dadurch vermittelte Frauenbild nicht mag.
Interessant wurde das Buch jedoch gerade durch das ländliche Setting und die Vielfalt der unterschiedlichen Menschen, die dort leben, was meiner Meinung nach gut dargestellt wurde.
Allerdings habe ich hier ein wenig die Beschreibung unterschiedlicher Orte vermisst, wie man es aus den Romanen der „Romantic Escapes“ Reihe kennt.
Fazit:
Trotz einiger kleiner Schwächen ist dies ein solider Roman, der wichtige Themen aufgreift und Lust auf den Frühling macht.
Ich würde durchaus eine Leseempfehlung aussprechen, wenn man kein Problem mit Vorhersehbarkeit und einer gewissen „Ritterlichkeit“ hat.