Warmherzige Selbstfindung

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aitutaki Avatar

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„Einatmen – Ausatmen“ ist ein warmherziger, humorvoller und zugleich berührender Roman über Selbstfindung, Achtsamkeit und die Frage, was im Leben wirklich zählt. Im Mittelpunkt steht Marlene, eine hochkompetente, aber emotional blockierte Managerin, die zu einem Coaching im Brandenburger Schloss geschickt wird – und dort auf den Seelenflüsterer Alex trifft, der selbst in einer persönlichen Krise steckt.

Maxim Leo erzählt diese Begegnung mit feiner Ironie und grosser Empathie. Die Situationen sind oft komisch, ohne ins Lächerliche abzurutschen, und gleichzeitig entfaltet der Roman eine unerwartete emotionale Tiefe. Besonders berührend sind die Figuren, die Marlene langsam aus ihrer emotionalen Starre holen – ein verletztes Wildschwein, ein schüchterner Hausmeister und ein Mädchen, das ihr einen neuen Blick auf sich selbst ermöglicht.

Der Roman nimmt den modernen Achtsamkeits- und Selbstoptimierungsboom humorvoll aufs Korn, zeigt aber gleichzeitig, dass echte Veränderung leise beginnt – in Begegnung, Mitgefühl und dem Mut, kurz innezuhalten. Ein leicht zu lesender, kluger und herzerwärmender Roman, der zum Lachen bringt und trotzdem lange nachhallt.