Enttäuschend

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bücherfreund54 Avatar

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Nachdem ich den Roman „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“ mit Begeisterung gelesen hatte, war ich sehr gespannt auf den neuen Roman von Maxim Leo „Einatmen. Ausatmen“. Um es vorweg zu sagen: Ich war sehr enttäuscht. Das, was den Roman „Der Held vom …“ ausmachte: Humor verbunden mit Gesellschaftssatire will hier einfach nicht funktionieren. Die Wandlung der einen Hauptfigur -Marlene- von einer unnahbaren, nur am Profit orientierten Managerin zu einer empathischen Persönlichkeit innerhalb weniger Tage hat mich überhaupt nicht überzeugt, zumal nichts darauf hinweist, dass es sich hier um eine Satire handeln könnte. Auch die Wandlung der zweiten Hauptfigur - Alex - mit der Hilfe einer 13-Jährigen war für mich nicht nachvollziehbar. Ziemlich blöd fand ich die Idee, dass alle Tiere aus einem Wald, der gerodet werden soll, sich auf das Parkgelände der Coaching-Akademie flüchten, als die schweren Rodungsmaschinen mit großem Getöse loslegen.
Die zwei Sterne gibt es weniger für den Inhalt als vielmehr für die akzeptable sprachliche Gestaltung.
Eigentlich keine Leseempfehlung.