Hörbuchempfehlung

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
la calavera catrina Avatar

Von

Marlene Buchholz überzeugt mit ihrer Fachkompetenz und soll die CEO-Nachfolgerin des »Aviola«-Konzerns werden, jedoch werden ihr Charakter und ihr Führungsstil infrage gestellt und gemäß der Regeln wäre das ein Ausschlusskriterium. «Von einem Klima der Kälte und Angst ist die Rede.» Marlene Buchholz muss Achtsamkeitsseminare besuchen und sich mithilfe von Unternehmens-Coach Alex Grow ändern, wenn sie den Job haben will. Alex nimmt eigentlich niemanden, der zur Teilnahme gezwungen wird, steht aber kurz vor der Insolvenz und einem Nervenzusammenbruch. Marlenes Erfolg würde einen Großauftrag für sein Unternehmen bedeuten und das Ende all seiner Probleme.

Sprecherin Vera Teltz hat mit ihrer warmen Stimme aus dieser passablen Geschichte ein Hörerlebnis gemacht. Lebendig, überzeugend und emotional zugänglich kommt keine Monotonie auf. Pausen, Betonungen und Tempowechsel sind auf den Punkt. Als gute Sprecherin vermittelt sie Enthusiasmus und Hingabe – was meine Freude am Zuhören noch weiter gesteigert hat.
Marlene ist eine verschlossene Eigenbrötlerin, der es an Sensibilität und Einfühlungsvermögen mangelt, nicht jedoch an lockerem Humor und Ehrlichkeit – was ihr einen sympathischen Anstrich verleiht. Durch Blicke hinter die Fassade weckt der Autor Maxim Leo Mitgefühl für seine Figur und greift Themen wie familiäre Traumata oder Einsamkeit auf. Menschen ändern sich nicht grundlegend, selbst wenn sie ein Achtsamkeitsseminar besuchen. Doch Marlene spielt auf amüsante Art ihre Stärken aus, wie etwa im Gespräch mit Frau Starkowski, und beschreitet den Selbstfindungsprozess. Große Überraschungen bleiben aus, doch ein paar skurrile Einfälle sorgen für gute und vielfältige Unterhaltung.