Loslassen, ankommen. Zwischen Karriere, Kontrolle und Achtsamkeit
Was tut man nicht alles für die Karriere. Für Marlene, 39, ist der Posten als Vorstandsvorsitzende zum Greifen nah. Der Preis: ein zweiwöchiger Intensivkurs zum Thema Achtsamkeit. Für sie, die fokussiert, effizient und möglichst frei von Emotionen lebt, wirkt das wie eine Zumutung. Mit den ausgebreiteten Lifestyle-Leiden kann sie wenig anfangen. Skeptisch fügt sie sich dennoch. Diesen Kurs wird sie schon überstehen.
Geleitet wird das Ganze von Alex Grow, einem Mann, der selbst genug Baustellen hat und gleichzeitig versucht, die wirtschaftlich angeschlagene Achtsamkeits-Academy über Wasser zu halten. Zwei Menschen, die unterschiedlicher kaum sein könnten und doch gezwungen sind, miteinander zu arbeiten.
Aus Alex Sicht ist Marlene ein Jaguar. „Einzelgänger, stark, selbstbewusst, unnahbar, nicht in der Lage sich einer Beziehung hinzugeben.“ (Zitat S. 80)
Doch der Kurs bringt Bewegung in festgefahrene Muster. Marlene begegnet nicht nur sich selbst, sondern auch Günther Mattissen, dem Hausmeister des Schlosses. Für sie wird er schnell mehr als das. Jemand, der zuhört. Jemand, mit dem sogar Schweigen leichtfällt.
Währenddessen tritt in Alex’ Leben Connie, eine 14-jährige Ausreißerin und Umweltaktivistin. Mit ihrer direkten, ungeschönten Art trifft sie einen wunden Punkt und weckt etwas in ihm, das lange verschüttet war: Fürsorge, Verantwortung – und vielleicht auch Hoffnung.
Das Cover ist eine Wucht. Es vereint für mich beide Seiten der Geschichte: Dunkelheit und das langsame Wiederfinden von Luft zum Atmen. Ein Kreislauf, der sich immer wieder schließt.
Maxim Leo erzählt diese Reise zu sich selbst lebendig, klug und mit feinem Gespür für Zwischentöne. Der Roman liest sich stellenweise wie ein Rausch: intensiv, überraschend und getragen von Figuren, die Ecken und Kanten haben. Ein Buch, das unterhält, zum Nachdenken anregt und lange nachhallt.
Am Ende blieb bei mir vor allem eine Frage: Hätte man Marlene auch auf diesen Kurs geschickt, wenn sie ein Mann wäre?
Geleitet wird das Ganze von Alex Grow, einem Mann, der selbst genug Baustellen hat und gleichzeitig versucht, die wirtschaftlich angeschlagene Achtsamkeits-Academy über Wasser zu halten. Zwei Menschen, die unterschiedlicher kaum sein könnten und doch gezwungen sind, miteinander zu arbeiten.
Aus Alex Sicht ist Marlene ein Jaguar. „Einzelgänger, stark, selbstbewusst, unnahbar, nicht in der Lage sich einer Beziehung hinzugeben.“ (Zitat S. 80)
Doch der Kurs bringt Bewegung in festgefahrene Muster. Marlene begegnet nicht nur sich selbst, sondern auch Günther Mattissen, dem Hausmeister des Schlosses. Für sie wird er schnell mehr als das. Jemand, der zuhört. Jemand, mit dem sogar Schweigen leichtfällt.
Währenddessen tritt in Alex’ Leben Connie, eine 14-jährige Ausreißerin und Umweltaktivistin. Mit ihrer direkten, ungeschönten Art trifft sie einen wunden Punkt und weckt etwas in ihm, das lange verschüttet war: Fürsorge, Verantwortung – und vielleicht auch Hoffnung.
Das Cover ist eine Wucht. Es vereint für mich beide Seiten der Geschichte: Dunkelheit und das langsame Wiederfinden von Luft zum Atmen. Ein Kreislauf, der sich immer wieder schließt.
Maxim Leo erzählt diese Reise zu sich selbst lebendig, klug und mit feinem Gespür für Zwischentöne. Der Roman liest sich stellenweise wie ein Rausch: intensiv, überraschend und getragen von Figuren, die Ecken und Kanten haben. Ein Buch, das unterhält, zum Nachdenken anregt und lange nachhallt.
Am Ende blieb bei mir vor allem eine Frage: Hätte man Marlene auch auf diesen Kurs geschickt, wenn sie ein Mann wäre?